Exklusive Berichte aus der Welt meiner RS, UOS und OS der Panzergrenadiere. Neu mit brandheissen News aus dem WK!
"Die Führer unserer gepanzerten Truppen müssen von keckem, wagemutigem Reitergeist erfüllt sein. Sie sollen kühl überlegend Risiken auf sich nehmen, sollen Schema und Regeln, verachten, weil sie dazu erzogen sind, wachen Geistes die Gunst des Augenblicks zu erkennen und entschlossen auszunützen." - Oberst i Gst Wittwer, Kdt MLT OS 1/68
Montag, 31. März 2008
Der Of-Lehrgang
Samstag, 1. März 2008
Woche 9 UOS: Adieu...
WEMA
Mit riessen Schritten geht’s richtung Zielline der UOS 22-3. Doch die letzte Woche sollte noch einmal ein harter Brocken werden. Nicht wegen eines harten Footings oder schweren Prüfungen, sondern wegen der WEMA. Leider weiss ich nicht mehr genau was WEMA heisst. Prinzipiell geht es bei der WEMA darum alles Material welches man während der UOS gebraucht hat wieder zu retablieren und an das Zeughaus zurückzugeben. Leider hiess das für uns auch die Panzer zurück zu geben. Und da stand einiges an Arbeit an. Die Panzer mussten bis aufs letzte geputzt werden. Kanone und MG ausgebaut und entfettet werden. Die Adjudanten waren während dieser Zeit sehr gereizt und man bekam einige male einen ziemli unbegründeten Zusammenschiess. Auch stand man ziemlich viel nur rum. Da die Züghüüsler das Wort SCHNELL nicht kennen. Sowieso hat man irgendwie das Gefühl, dass das Zeughaus ein Reintegrationszentrum für IV Rentner ist. Sehr viele dieser Leute sind sehr, hmmm, speziell, dass macht es nicht unbedingt einfach mit ihnen zu arbeiten. Zum Beispiel bestanden sie darauf, dass zuerst ALLE Panzer abgenommen werden müssen, bevor die Kanone wieder eingebaut werden durfte. Da aber nur einer die Panzer abnahm verbrachte ich den Nachmittag mit warten. Ist wohl eine sehr effiziente Methode welche sie sich da ausgedacht haben.
Was mich aber fast am meissten nervte. Punkt 5 Uhr war Schluss. Diese faulen Säcke waren sich auch noch zu schade einige Minuten überstunden zu machen. So mussten wir einige Arbeit auf den nächsten Tag verschieben, da sie sich zu schade waren, einmal im Jahr etwas mehr zu machen!
Mich nimmt ziemlich wunder wie so eine Bewerbung für einen Zeughäusler aussieht. Ich stelle mir das etwa so vor:
„Wir suchen einen Mann, welcher sich vor allem durch seine pingelige Art auszeichnet. Sonstige Anforderungen werden nicht gestellt. Dicker Bauch oder schlechter Haarschnitt sind jedoch von Vorteil. Wir bitten ihnen ein Arbeitsumfeld in dem sie garantiert nicht zu viel Arbeiten müssen und sich auch nicht allzu sehr anstrengen müssen. Durch die Arbeit bim Bund sind sie auch vor jeglichen Lohnkürzungen, Entlassungen geschützt. Wir freuen uns auf ihre Bewerbung. PS: Falls sie nicht schreiben können, dann dürfen sie sich auch mündlich bei uns melden, falls sie dafür auch zu scheu sind darf auch ihre Mutter anrufen.“
Zum Glück ging auch diese Zeit vorbei und ich war froh als wir am Donnerstag alles Material, die Panzer, die Munition und die Halle erfolgreich abgeben konnten.
Ein Abschlussabend wie man sich ihn wünscht
Endlich war es soweit, der Klassenabend stand an. Doch wir waren alle etwas geschockt, als uns der Klassenlehrer mit der Nachricht überraschte, dass wir zuerst noch ein Footing hatten. Natürlich dachten wir alle an einen Scherz. Aber als wir so am Donnerstag Abend da standen, meinte er es total ernst: "Wir hören so auf wie wir angefangen haben". Und so spurteten wir in Richtung Hindernisbahn. Diese konnten wir dann einige male geniessen. Anschliessend gings weiter zum Lastwagenwaschplatz. In einer Grube wartet eine riessige Pfütze mit ziemlich abgestandenem Wasser auf uns. Doch da gabs nichts, dreimal durchrobben.
Als wir alle pflotschnass waren konnten wir uns umziehen gehen. Wir waren natürlich alle froh. Und von weitem konnten wir die Marschmusik hören. Wir folgten den schönen Tönen und fanden ein kleines Holzhaus davor ein Bierzapfhahn und einige Weissweinflasche. Unsere Klassenlehrer hatten uns schon erwartet.
Mit den denkwürdigen Worten des Klassenlehrers wurde der Abend eröffnet: "Meine Herren heute dürfen sie mal etwas unaständig sein, aber ich sage ihnen eines! Wenn sie zurück in der Kaserne sind, dann sind sie ausgekotzt. Sie können von mir aus den ganzen Weg lang sich übergeben. Aber in der Kaserne will ich nichts dergleichen von unserer Klasse hören."
Lecker! Ein Fondue wartete nur darauf verschlungen zu werden. Wir sagen, redeten und hatten einen sehr guten Abend. Der mir wohl noch lange in erinnerung bleiben wird.
Doch die Krönung sollte am Schluss noch folgen. Denn wir mussten einen 5-Punkte Befehl befehlen für die Aufräumarbeiten. Ich war der Glücklich der die Befehlsausgabe machen durfte. Und so befahl ich ein Detachement dazu alle Gläser zu leeren. Die nahmen das ziemlich ernst. Und leerten sogar den Bierzapfhahn... :-) Sie waren dann auch die, die wohl den kurvigsten Nachhauseweg hatten...
Adieu UOS
Und schon waren die neun Wochen UOS vorbei. Eine wirklich tolle Zeit! Von der ich noch viel zu erzählen hab. Nächste Woche gehts ab in den Of-Lehrgang auf Bern. Dort wird uns wohl einiges an Theorie erwarten!
Freitag, 29. Februar 2008
Woche 8 UOS: Inspektion und BERM :)
Inspektion: Preparations
Nachdem wir den ganzen Montag damit verbracht hatten uns auf die Inspektion vorzubereiten. Stand am Dienstag die Inspektion an. Doch eines nach dem andern.
Der Montag begann mit dem einüben der Inspektionsformation. Unser Kadi-Stv schärfte uns zum Xten mal ein, dass wir unser Bajonett unbedingt putzen mussten. Da der liebe Inspizient extrem scharf auf die Kontrolle dessen sei.
Anschliessend mussten wir unsere Lektionen vorbereiten. Ich musste eine Lektion über das putzen der Schutzmaske vorbereiten. Und wie ich feststellen musste war dies bitter nötig. Hatte meine Schuma doch seit Finale Wahrheit (Man erinnere sich an Woche 7 der RS) keinen Putzlappen mehr gesehen. Und da wir bei Finale alle getarnt waren strahlte mich die Schuma in einem freundlichen Grün-Braun an... Der Spass fing aber erst an als ich den Trinkschlauch wegnahm. Da lief doch wirklich noch einen ganzen Gutsch Wasser raus. Mhhhhmmm. Wenigsten konnte ich keine Bewohner finden, die sich in meiner Schuma angesiedelt hatten.
Nachdem wir am Nachmittag auch wieder für die Inspektion vorbereiteten, waren wir dann alle happy als wir unser verdientes Bier im traditionellen Ausgang vor der Inspektion geniessen konnten.
Inspektion: Ein Inspizient in Fahrt
*ironiemodus ein* Endlich war es so weit, die Inspektion stand an und wir waren alle begeistert bei der Sache und positiv überrasch über den Verlauf *ironiemodus aus*. Naja leider nicht. Wir stellten uns also Morgens in einer Saufrühe (ohne Zmorgen...) auf. Dann wurden unsere Fussstellung per Pannendreieck überprüft und die Körperhaltung und Kleidung aufs kleinste Detail kontrolliert. Langsam frohren mir die Finger ab. Und ich war wohl nicht der einzige. Die Morgenkälte die dank der Sternenklaren Nacht herrschte war nicht zu überspüren (oder sagt man da auch übersehen?) Dann endlich nach etwa 20 Minuten wurden wir ins Achtung gestellt. Dies war nicht eine Befreiung wie jetzt vielleicht viele denken, nein es ist lediglich das Zeichen, dass es endlich los geht und man für längere Zeit das privileg hat Bockstill wie ein Zinnsoldat zu stehen. Der Oberstleutnant wanderte durch die Reihen. Blabberte ab und zu einige Worte. Und ging weiter. Und plötzlich passierte es. Ein dumpfes Rummpeln und ein mehr oder wenig lautes TOOOCKK. Und in der vorderen Reihe lag einer Bewusstlos am Boden. Irgendwie sah das ganze noch witzig aus. Aber das darf man ja eigentlich nicht öffentlich sagen... Und nach ca 30 Sekunden das gleiche Spiel noch einmal... Die Leute vielen... Anscheinend vertragen einige die Kälte noch weniger als ich.
Nach ca 15 Minuten wurden wir erlöst ein warmes „RUHN“ des Kadi-Stvs löste unsere Glieder aus der Erstarung. War es jetzt vorbei? Nein es fing erst an...
„Ganze Kompanie im Harst defilieren!“ Defi was? Und wieso muss sich die ganze Kompanie auf den armen Horst stellen? Ja etwa so sahen den Befehlenden ca 120 Gesichter an. Doch er erklärte es uns schnell und so standen wir in kurzer Zeit in 8-er Kolonne da und marschierten am Oberstleutnant vorbei. Auch der Frontwechsel klappte erstaundlicherweise Reibungslos.
Zum Schluss kam aber das Desaster. Gewehrtragart: Untergehängt... Wo zum Geier soll man das Gewehr unterhängen? Wieder 120 fragende Gesichter. Gut.... Gewehr angehängt... Ja sind wir hier im Jagtverein, wer will das schon wissen wie man sich das Gewehr nach Reglement anhängt.
Ein sichtlich verzweifelter Blick traf uns vom Kadi-Stv. Wenigsten liess uns der Oberstleutnant endlich in Ruhe mit dem Zeugs.
Inspektion: Endlich geht’s aufwärts
Der Rest der Inspektion ist relativ schnell erzählt. Wir mussten den Funk bedienen. Einen Befehl aufschreiben und unsere Lektionen halten. Ach ja, dann war da noch die Gruppenschule die wir wohl am besten meisterten. Natürlich hatten wir auch einen kleinen Vorteil da der Inspizient unser Klassenlehrer war.
Meine Lektion lief nicht schlecht. Einzig war wohl die Kritik des Inspizienten (ich sei ein Liirisiech) etwas störend. Aber ich hatte trotzdem eine drei und das ist ja ganz ok.
Inspektion: Bilanz
Die Biland war nicht so vernichtend wie wir uns das alles vorstellten. Es reichte für die Note Gut. Vor allem durch unser Fachwissen an den verschiedenen Waffensystemen und unsren sackstarken Lektionen. Trotzdem war mir der Oberstleutnant nicht sehr sympatisch. Er verwendete sehr viele Fremdwörter (wahrscheindlich um seine Intelligenz hervorzuheben) und wich auch daurernd vom Thema ab um irgendwelche Intelligenten Sätze zu blabbern. Auch betonte er immer das er der Chef der Kaderschule sei. So als ob er Angst hätte, dass wir dies vergessen würden. Aber ja vielleicht ist meine subjektive Meinung nur etwas beeinflusst durch einen Geschichte die ich euch nächste Woche erzählen werde...
Mittwoch: Ein Satz
Wir wiederholte die Lehrlektion der Inspektion, damit alle eine Bewertung bekamen und dies war ziemlich langweilig, einödig und vor allem nicht erwähnenswert.
PS: Nein wirklich, glaubt es mir ihr wollt es nicht wissen.
PS2: Falls irgend jemand denkt irgendwo in diesem Satz sollte ein Punkt sein. Dann soll er wissen, dass ich ihn bewusst ignoriert habe, da sonst meine Einsatz Pointe nicht aufgegangen währe
PS3: Nein ich versuche hier nicht künstliche Ironie zu erzeugen! Ich will den Leser nur über das Leben im Militär informieren. Solche verbalen PS ausrutscher sollten nicht mehr vorkommen, aber irgendwo musste ich’s ja schreiben. Naja, ein intelligenter Schreiber hätte wohl einfach einen andern Titel gewählt... Aber hey ich bin mit der Schreibmaschine aufgewachsen... Glaube ich auf jeden Fall.
PS4: Unglaublich nach einer kurzen Schreibpause ist mir gerade was wichtiges eingefallen, dass ja noch passiert ist. Und dass hätte sogar Auswirkungen auf das Thema vom Mittwoch gehabt... Darum:
Die Beförderung
Am Dienstagabend warfen wir uns in den noch so chicen, ungebrauchten PA-TAZ und verschoben in Richtung Expo Gelände. Dort wurden wir im offiziellen Rahmen befördert. Der Obersleutnant schwang wieder einige schöne Worte über Verantwortung, Rechte, Pflichten aber vor allem über viele Fachbegriffe welche er stolz aus seinem Wortschatz hervorklaupte.
Dann war es so weit. Die Nationalhymne erklang und wir sangen mit, nach 9 Wochen jeweils Montags und Freitags singen, waren wir ja schon fast ein richtiges Männerchörchen J . Dann mussten wir uns beim Klassenlehrer anmelden und bekamen über die Standarte die Beförderung. Nun dürfen wir uns offiziell Obergefreiter nennen (umgangsprachlich Adidas Soldat à Wegen den drei Schrägstrichen). Obergefreiter ist sozusagen der Anlern-Rang zum Wachtmeister. Und viele die den Rang tragen, haben plötzlich das Gefühl sie seine etwas besseres auf dieser Welt. Da bin ich hingegen froh, dass ich das nicht glaube das ich es bin. Denn ich weiss es ja ;-)
Übung Centro: Caramba auf mein Top
Ein grosses Zückerchen (gibt es überhaupt ein grosses CHEN?) war sicher die Übung Centro. Zusammen mit den Gefechtlern. Es galt mit den Panzern einen Bereitschaftsraum in Blumenstein zu beziehen. Nachdem wir dies einige male in der Häuserkampanlage geübt hatten verschoben wir Richtung Blumenstein.
Genial waren die Einweiser der Gefechtler die so gut getarnt waren, dass man sie fast nicht sah. (Einer auf dem Kreisel in Blumenstein ein echte Attraktion. Und dann gings schon los.
Ich war Zugführer Stv und somit Commander auf dem Panzer Tre. „Piccolo Tre bereit machen zum Caramba, Igel auf mein Top.“
Und mit einem riessen Tempo fuhren wir in den Innenhof einer Schreinerei. „Caramba – Fahrer Rampe tief“ und schon rannten die Gefechler raus und sicherten den Raum. Sah schon ziemlich eindrücklich aus. Und das Jugendhaus nebenan war schon ziemlich verdutzt, dass wir gerade die Schreinerei einnahmen.
Danach bauten wir den Bereitschaftsraum stetig aus, wir stellten Wachen, tarnten die Panzer und verpflegten uns mit Hilfe der Bordküche des Panzers (Ohne scheiss der hat einen Kocher), dann gings aber relativ schnell ins Bett, da wir armen armen Besatzer ja unsere 6 Stunden schlaf benötigen. Mit dem Wissen von den bis auf die Zähne bewaffneten Gefechtlern beschützt zu werden schlief ich auch bald friedlich ein.
Mola: Let’s rock
Nachdem wir am Morgen den Bereitschaftsraum wieder verlassen hatten, machten wir uns direkt auf den Weg in die Mohrlandschaft. Dort sollten wir unsere erste und einzige Geländefahrschule bekommen. Natürlich war dies eine geniale Erfahrung, mit eine riessen Tempo über die Geländepiste zu rasen, ab und zu die durchgeschüttelten Gefechtler in die grösste Glunge aussteigen lassen und dann weiterfahren. Ach da könnte ich glaub Stunden drin verbringen und man hörte über den Funk nicht nur einmal die Stimme des Klassenlehrers: „Meine Herren fahren sie angepasst, sie haben noch einige Leute im Mannschaftsraum“
Woche 7 UOS: Insieme zusammen sind wir stark
FASPA: Das ganze noch einmal
Nachdem wir ja den Manöverparcours in der RS schon einmal mit einer Prüfung im FASPA abgeschlossen hatten, waren wir nicht gerade sehr begeistert, als uns der Klassenlehrer kundtat, dass wir diesen Test nochmals wiederholen durften.
Nach ca. 15 Minuten Training im FASPA gings dann auf die virtuelle Piste. Ich war nicht wirklich zuversichtlich, da ich im Training ziemlich alles umgefahren hatte, was so dastand.
Doch es funktionierte, und ich bestand den Test. Jetzt konnte ich also am Abend doch in den Ausgang J
Ausbildung auf Stufe Schule
Irgendwie bekomme ich immer das Gefühl, dass wenn wir unterricht auf Stufe Schule haben, alles langsam und weniger organisiert läuft. Man sollte doch denken, dass die Hohen es mehr im Griff haben sollten. Doch da ist man manchmal weit daneben.
Am Montag sowie am Dienstag hatten wir Ausbildung auf Stufe Schule. Es began mit Kartenlehre, bei der wir wiedermal hörten was eine Höhenkurve ist (ziemlich zum einschlafen...) zum Glück war es ziemlich frostig kalt. So musste man wenigstens gezwungenermassen Wach bleiben.
Danach folgte eine Stunde Selbststudium. Militärisch könnte man Selbststudium als Auftragstaktik betrachten. Dabei wird der Weg nicht vorgeschrieben, wie man gewissen Stoff lernt. Der Weg zum Ziel führt bei 99% aller Selbststudien in die gleiche richtig. Ist dies doch faszinierend, da man immer von verschiedenen Lerntypen etc. redet. Am Schluss waren alle genau gleich am lernen. Nämlich in dem sie den Kopf in einer langen Pause lüfteten.
Am Montag konnten wir noch für das Wettschiessen vom Dienstag üben. Für mich eine ziemliche Blamage, so schlecht war ich wirklich noch nie... 62 Punkte....
Für viele war das Training ein Erfolg und so tauschten auch einige fleissig ihre Schiesszettel aus. Damit sie Morgen einen hatten, welcher genug Punkte für das Abzeichen drauf hatte. (Was ich ziemlich peinlich fand....)
Schiessabzeichen... you owned yourself a sharpshooter batch
Nachdem ich schon beim Sportabzeichen knapp versagt hatte (um einen Punkt auch durch sehr ungenaue Messung...) galt es nun die Ehre meiner Familie wieder herzustellen. Ein unendlicher Druck lastete auf mir. Waren doch meine Erbanlagen in Sachen schiessen ziemlich verkümmert...
Bevor ich aber schiessen konnte. Musste ich noch mit einem Puch ins Munitionsmagazin frässen. Da einige Gefechtler nicht fähig waren richtig zu zählen (es fehlten ja nur gerade 1000 Schuss...)
Dann war es so weit. Ein Schuss folgte dem anderen. Und am Schluss waren es 73 Punkte. Es war also geschafft.
Von unseren Klasse hatten es ziemlich viele geschafft. Und nur einer (diese riessen Pfeife, Weichei, etc.) hat denn Zettel eines Kollegen genommen. Hoffen wir, dass sie ihm das Abzeichen weit in die Brust anpinnen das er seine Lüge zu spüren bekommt :-P
Übung „Insieme“ – Kampf mit Gepäck
Endlich war es soweit die Übung Insieme stand an. Eine Übung bei der die Gefechtler auch mitmachten. Es wurden während dieser Übung die Angriffsformation geübt. Schiessen-Fahren-Schiessen-Gefechtler ausladen-Warten-Schiessen-Mit Nebel zurückziehen.
So sah in etwa das Programm aus. Die Gefechtler machten ihre Aufgabe sehr gut! Sie befolgten unsere Befehle und hielten sich sonst auch an die Regeln.
Eine gelungene Übung obwohl wir sie nicht erfüllten (Gefechtler waren zu langsam) denke ich konnten beide Seiten profitieren. Und sie werden das Wort Caramba (Befehl um auszubooten) nicht so schnell vergessen.
Spezialprogramm für die Of-Anwärter
Wiedermal wurde ein Spez Programm für die Of-Anwärter gefahren. Wir mussten die Zwischenprüfungen für einige Führungsmodule ablegen. Dies zusammen mit unserem soooo geliebten Kadi-Stv... Der Gipfel war, dass sie uns den falschen Test vorlegten... Ich habs zuerst gar nicht gemerkt. Dachte mir nur, hmm die wollen ja komische Sachen wissen. Aber irgendjemand hats rausgefunden. Mal schauen was jetzt passiert. Die Motivation den Test noch einmal zu schreiben hat keiner. Aber wer weiss. Vielleicht hat der Kadi-Stv ja das Bedürfnis uns in einem Ausgang seinen Fehler ausbaden zu lassen....
Übung on the road
Am Freitag stand endlich die Übung on the road an, auf die wir so sehnlichst warteten. Ein Ausflug mit den Panzern bis auf Huttwil und dann zurück über Burgdorf nach Thun. Wir starteten Morgensfrüh. Es war unglaublich kalt. Mein Nasenspitz fing an seine Koffer zu packen, da er die Nase gestrichen voll hatte. Ich konnte gleich als erstes die Prüfung ablegen. Mehr oder weniger souverän lenkte ich den Panzer durch die engen Strassen am Morgenverkehr vorbei. Wirklich Spass machte es mir nicht, und ich war ziemlich froh als wir den ersten Marschhalt machten. Dort wurde mir dann auch mitgeteilt, dass ich die Prüfung bestanden hätte (wenn auch nur knapp), ziemlich erleichtert sass ich nun auf dem Commanderposten und genoss den immer noch schei..kalten Tag.
In Burgdorf angekommen, machten wir Mittagspause. Wir verkrochen uns in den Mannschaftsraum und genossen dort unser Essen. Die Heizung verwandelte den Raum bald in eine Sauna. Ziemlich angenehm. Leider war die Pause viel zu schnell vorbei und so ging es weiter. Doch plötzlich gab sich die schöne Sonja einen Schupf und entblösste sich von ihrem Hochnebelkostüm und beschenkte uns mit einigen Sonnenstrahlen. So machte Panzerfahren doch spass.
Zurück in Thun mussten wir dann noch das ganze Material retablieren und so war der Ausflug schon wieder vorbei...
Kompanieschule – Was für eine Freude
Am Freitag Abend, hatten wir als Vorbereitung auf die Inspektion vom Dienstag einwenig Kompanieschule. Der Feldweibel hatte heute wieder mal einen guten Tag und wir konnten einige Male hin und her rennen... Als wir dann total verschwitzt waren, stellte er uns in Inspektionsform auf. Und liess uns einige Minuten im Achtung frieren. Zum Glück war die Übung nach ca. 30 Minuten vorbei. Das warme Bett wartete nämlich sehnsüchtig auf mich!!!