Die Soldaten kommen
Nun war es endlich so weit! Der KVK war zu Ende und dei Soldaten rückten ein. Etwas komisch war es mir schon im Bauch. Doch das verging ziemlich rasch!
Lustig am WK ist wohl, dass man die erste Woche ziemlich konstant den Bestand des Zuges am anpassen ist, da irgendwelche Soldaten wieder nach Hause gehen oder plötzlich merken, dass sie noch einrücken sollten.
Führung - So oder so
Spannend ist es Leute zu führen die erfahrener, besser ausgebildet und viel älter als ich sind. Die alten einfachen Tricks von der RS funktionieren hier nicht mehr. Doch trotzdem macht es mir wirklich spass mit den Leuten. Gerade die älteren Semester haben einen Umgang mit Befehlen, etc. den ich sehr schätze. Der Schütze meines Panzer zB. versorgt mir jedesmal meine Packung, ohne dass ich ihn bitte, einfach nur weill er weiss, dass es für mich einfacher ist, da ich ja noch andere Sorgen habe. Auch sonst ist man im WK manchmal froh, wenn die Leute es noch schaffen in Zweierkolonne zu laufen.
Jetzt GAZ ab!
Diese Woche verbrachte unser Sicherungszug im Gefechtsausbildungzentrum West (GAZ) in Bure und wurde "Fit for the mission" (Wie unser Bat Kadi immer sagte) gemacht. So standen neben des erstellen der Gefechtsbereitschaft auch verschiedene Verschiebungen mit der Führungsstaffel auf dem Programm. Natürlich ging das nicht einfach so! Zuerst wollte ich mal schauen ob die Fahrer und Kommandanten überhaupt noch fähig waren ein Schüpa zu fahren. Und so heizten wir einen Morgen lang über Bure! Übten Formationen und das Verschieben von Deckung zu Deckung!
Neue Lage!
Doch schon bald wurde die ganze Planung durch eine neue Lage auf den Kopf geworfen, ein Regierungsrat kam am Mittwoch vorbei um unsere Truppe zu begutachten. Und so staunte ich in der Befehlsausgabe nicht schlecht, als ich sah, dass unser Zug für eine Häuserkampf Szene eingesetzt wurde.
Vom ganzen Battalion waren wir der einzige Kampf-Zug der weder im KVK noch in der ersten Woche Häuserkampf auf dem Programm hatten. Doch nach einigen Verteilungsrapporten konnte ich immerhin zwei Häuser in Nalé erkämpfen. Und so warfen wir die Gefechtler dort am Dienstag raus. Wir Besatzer machten uns dann noch etwas an die Arbeit das Verschieben mit der Führungsstaffel zu Perfektionieren. Schon in der ersten WK Woche wurde mir bewusst, dass nicht der beste Planer, sondern der beste Improvisierer hier gefragt war :)
Ü "Governement"
So stand mein Zug plus die Führungsstaffel geputzt und ready to go vor dem Ausbildungsgebäude aufgestellt und warteten auf unsere teuere Last, eine Delegation aus dem Regierungsrat Schaffhausen durfte ein Tag lang den Staub von Bure und die Grazie eines Schüpas erleben.
Mit der Pünktlichen verspätung von 30 Minuten sassen sie auf. Vom Chef Einsatz bekamen wir noch einige Knall Petarden geschenkt, dass es auch noch etwas Lärm gibt :) (Und plötzlich war es auch allen egal, dass es verboten war Knall Petarden in Häuser in Nalé zu werfen).
Wärend der Verschiebung passierte es dann, ein Schüpa machte keinen Wank mehr. Doch war auf die Besatzer verlass und sie lössten das Problem innert Minuten.
In der Panzer Sappeur Arena wurden wir dann von der Log Kompanie betankt. Dies war umso genialer, da wir nicht mal aus dem Panzer aussteigen mussten. Ich fühlte mich wie ein Formel 1 Pilot. Leider verweigerten die Boxencrew mir den obligaten Reifenwechsel (auch Räupelen genannt).
Und schwups waren wir Kampfbereit und in der Ausgangsstellung. Eine kurze Befehlsausgabe machte uns noch die Details klar. Der erste Zug wurde ausgelöst. Und die Schüpas rollten auf Nalé zu. Der erste Zug nahm das erste Gebäude ohne Verluste. Als dann ein Leo durch das Dorf stossen wollte passierte es. Er wurde getroffen aus einem anderen Haus.
Und so kamen wir zum dran. Schnell befahl ich zwei Schüpas in eine Feuerstellung um uns einen Feuertunnel auf das genannte Haus zu bilden. Mit den anderen zwei stiess ich bis ans Haus rann und liess die Gefechtler den Rest der Arbeit machen. Doch leider mit einigen Verlusten, so mussten auch noch die Sanis ausrücken die voller Freude Infusionen stechen konnten.
So schnell wie der Kampf angefangen hatte, war er auch schon wieder zu Ende und wir verschoben zurück zum Mittagessen. Das war also eine erste Lektion wie man sich Regierungen bei der Stange hält.
U "Meccano" - Führungsstaffel im scharfen Durchgang
Am Mittwoch Nachmittag, widmete sich unser Kompanie Kommandant ganz der Führungsstaffel und dem Sicherungszug. Zusammen entwickelten wir mit den Soldaten zusammen das Verhalten der Führungsstaffel. Und übten dies nachher auch auf der Panzerpiste. Dies funktioniert anfangs nur mittelmässig. Vor allem war die grosse Problematik bei der Verständigung zwischen den Motorradfahrern und mir, da sie leider kein Funk hatten. Doch mit der Zeit funktionierten die gesicherten Halts reibungslos und auch der Bezug der Wagenburg war schon ziemlich flott! Mal schauen wie viel davon in der nächsten Woche hängen bleibt.
ATTACCO!!!!
Als "Belohnung" für unsere Soldaten, dass sie die eher langweiligen mechanisierten Verschiebungen gut mitgemacht hatten, stand am Donnerstag Attacco, Königsdisziplin der Grenadiere, auf dem Programm. Der Angriff auf ein räumlich beschränktes Ziel. Mehrer Makeure warteten Bluthungrig im Wald auf uns.
Mit drei Schüpas griffen wir also beim La rotte an. Der Gegner war durch Artillerie, Minenwerfer uns unsere Leos schon sehr dezimiert. Also rechneten wir mit max 5-10 Infantristen.
Der erste Durchgang, die Panzer rollen und die Gefechtler steigen aus. Doch da fehlt wohl noch etwas die Übung, bockstill stehen sie da und bewegen sich nicht. Und schon fällt einer nach dem anderen.
Am Schluss konnten wir das AZ doch noch erkämpfen, jedoch waren die Verluste zu hoch.
Beim nächsten Durchgang sah das ganze dann schon etwas flüssiger aus. Der Waldrand wurde schnell bezogen und der Gegner unter minimalem Verlust vernichtet.
"Ach ich hab ja noch Nebel in der Tasche"
Einer der Gefechtler hatte mal wieder einen super intelligenten Einfall. Beim letzten Attacco Durchgang, bemerkte er, dass er noch ein Nebelkörper in der Tasche hatte. Da er es ziemlich schade fand, diesen wieder ungebraucht zurück zu bringen entschied er sich ihn einfach mal in den Wald zu werfen.
Das Resultat, ein kleines Chaos, der Gegner konnte sich neu formieren und wäre die Übung nicht abgebrochen worden, hätte er auch noch ziemlichen Schaden anrichten können.
Lustig waren auch die Funksprüche: "Piccolo, können nicht vorrücken, wir sehen nichts" oder "Ich glaub ich hab einen toten in meiner Gruppe aber ich seh es nicht".
Exklusive Berichte aus der Welt meiner RS, UOS und OS der Panzergrenadiere. Neu mit brandheissen News aus dem WK!
"Die Führer unserer gepanzerten Truppen müssen von keckem, wagemutigem Reitergeist erfüllt sein. Sie sollen kühl überlegend Risiken auf sich nehmen, sollen Schema und Regeln, verachten, weil sie dazu erzogen sind, wachen Geistes die Gunst des Augenblicks zu erkennen und entschlossen auszunützen." - Oberst i Gst Wittwer, Kdt MLT OS 1/68
Freitag, 21. August 2009
Samstag, 15. August 2009
Lustiges von der Wochenendwache
Ich hab die Ehre dieses Wochenende die Kaserne Bure zu bewachen. Das heisst nicht ich, sondern meine Kompanie. Ich bin Wochenend Of und muss einfach hier in der Kaserne bleiben um die Wache zu kontrollieren.
Und was man hier für Bilder siet auf der Wache, ich glaube Ueli Maurer würde anfangen an seiner besten Armee der Welt zu zweifeln.
Man merkt halt schnell mal, dass hier nicht nur Panzergrenadiere auf der Wache stehen, sondern auch Töfffahrer und Führungsstäffler.
Heute Nachmittag find ich doch einer der mit der Schplitterschutzweste einfach auf der Strasse rumliegt und mich dann noch blöde anguckt als ich ihm sage er müsse stehen oder sitzen.
Oder meine absoluten Favoriten. Sie schieben Wache mit Waffe, SpliSchu, RSG und GT. Und wie finde ich sie??? SpliSchu ausgezogen, GT in der Ecke und Stgw am Boden am Zeitung lesen. Ziemlich ausser mir, habe ich ihnen mal die Meinung gesagt, sie ziehen den SchpliSchu wieder an. Wahrscheindlich nur bis ich um die nächste Ecke war.
Was mich etwas mehr erfreut. Bis jetzt hat es wenn ein Grenadier oder ein Aufklärer auf der Wache war immer geklappt. Da könnte man doch fast noch Schlüsse daraus ziehen...
Und was man hier für Bilder siet auf der Wache, ich glaube Ueli Maurer würde anfangen an seiner besten Armee der Welt zu zweifeln.
Man merkt halt schnell mal, dass hier nicht nur Panzergrenadiere auf der Wache stehen, sondern auch Töfffahrer und Führungsstäffler.
Heute Nachmittag find ich doch einer der mit der Schplitterschutzweste einfach auf der Strasse rumliegt und mich dann noch blöde anguckt als ich ihm sage er müsse stehen oder sitzen.
Oder meine absoluten Favoriten. Sie schieben Wache mit Waffe, SpliSchu, RSG und GT. Und wie finde ich sie??? SpliSchu ausgezogen, GT in der Ecke und Stgw am Boden am Zeitung lesen. Ziemlich ausser mir, habe ich ihnen mal die Meinung gesagt, sie ziehen den SchpliSchu wieder an. Wahrscheindlich nur bis ich um die nächste Ecke war.
Was mich etwas mehr erfreut. Bis jetzt hat es wenn ein Grenadier oder ein Aufklärer auf der Wache war immer geklappt. Da könnte man doch fast noch Schlüsse daraus ziehen...
KVK: Wir sind auch noch da!
Ab gehts
Schon beim Einrücken in den KVK merkt man, es ist WK und keine RS. Ungemein viele Leute mit schlechtem Tenu, fast kein militärisches Grüssen und ein sehr freundlicher Umgang. Mein erster WK steht vor der Tür und ich bin gerüstet mit meinem ganzen Mat in Bure angekommen.
Dieser WK verspricht sehr abwechslungreich zu werden. Steht doch in der Woche Zwei eine Volltruppen Brigade Übung statt. Bei der wir eine ganze Woche irgendwo im Raum Nordwestschweiz herumbrausen.
Der Sicherungszug
Eingeteilt bin ich ja in der Stabskompanie. Dies ist auch gleich die grösste Kompanie und zusätzlich die heterogenste. Praktisch jeder Zug hat eine andere Funktion. Für mich kommt darum nur der Sicherungszug in Frage. Da ich nicht 52 Wochen lang Greni Ausbildung gemacht habe um nachher Relais aufzustellen.
Anyway, aller anfang gestalltet sich schwer. Ist doch der Panzergrenadier Zug kein einfaches Konstrukt. Und gerade in einer Stabskp geht das oft vergessen. So braucht es für diesen Zug ja zwei Leutnant (den Besatzer und ein Gefechtler) der Besatzer ist Zugführer, während der Gefechtler nur CAF ist und nur für den abgesessen Kampf da ist.
In unserer Kompanie hat es sinnvollerweise 3 CAFs und ein Besatzer (mich). Was ja die Auswahl für den Zugführer schon mal relativ einfach machen würde. Doch leider verkompliziert sich die Sache etwas. Denn bestummen wird ein Gefechtler als Zugführer, CAF gibts nicht. Und auch nach mehrmaligem Nachfragen bleibt es momentan bei diesem System.
Grund dafür ist wohl auch, dass ich noch Wacht Of bin und die Wache organisieren muss.
GAZ - Bin ich jetzt da oder nicht?
Die Armee hat für einige Millionen ein neues Ausbildungszentrum in Bure geschaffen. Und an diesem werden wir nun geschult. Das System ist top und ich wäre hoch motiviert damit zu arbeiten, doch es kommt wieder mal alles anders. Es wird nur der CAF dahin geschickt, da ich mich um die Wache kümmern muss. Was dazu führt, dass ich einen ZS des Ausbildungszentrum bekomme, da ich nicht anwesend war. Auch hatte der CAF keine Ahnung was er genau befehlen sollte (kann er aber nichts dafür, denn ich hab von seinem Job auch keine Ahung).
Aber man versucht sich ja zu arrangieren. So kam es diese Woche oftmals vor, dass ich vom einten Ausbildungsstandort zur Wache rannte, und wieder zurück.
Ausserdem fällt es auch schwer, den Zug fremdbestimmen zu lassen, und den CAF die ganze Arbeit machen muss. Vor allem wenn man die Leute selber nicht kennt.
Auch gestalltet sich die Zusammenarbeit zwischen CAF und mir nicht einfach, da er jetzt schon gewisse Führungsgrundsätze definiert, welche er nicht mit mir besprechen konnte, da ich auf der Wache war. Wenn ich dann zurück komme und irgendwas befehle, falle ich ihm ungewohlt in den Rücken oder muss gewisse Sachen wieder ändern, da es beim mechanisierten Kampf anderst läuft.
Ärgerlich, aber nicht umbedingt schlimm. Ich hoffe jetzt schwer, dass wenn die Wache vorbei ist, das ganze etwas abflacht. Doch im Moment gibt es halt ein Raum und Zwei Chefs und das kann halt nur sehr schlecht funktionieren.
Wache hält mich Wach
Ja als Wacht-Of hätte ich eigentlich eine ziemlich simple Aufgabe:
- Kontrolliert Wache zu unregelmäsigen Zeiten
- Hält Verbindung mit der Wache per Mobiltelefon
- Ist innert Minuten bei der Wache
Doch in der Realität gestalltet es sich dann doch etwas anders. Am Dienstag merke ich dass der Wachtbefehl komplett geändert hat, also muss ich selbst das Wachtdispo anpassen.
Am Mittwoch wird mir mitgeteilt, dass ich noch mehr Leute brauche da eine zusätzliche Wache anfällt für Freitag und Montag. Diese Leute müssen aber alle vorher eine Wachtausbildung am Donnerstag besuchen.
Am Mittwoch Nachmittag erfahre ich, dass ich selbst die Wachtausbildung machen muss, da der Stabsmitarbeiter an diesem Tag "keine Zeit" hat. Also diese auch noch planen, Mat und Mun bestellen. Etc.
Am Donnerstag, bekomme ich anstatt den bestellten 15 Mann gerade 6. Heisst, Wachtplan neu schreiben anpassen. Dann gibt es wieder mehr Leute, Wachtplan anpassen, dann werden mir wieder irgendwelche abgezogen. Wieder anpassen.
Als ich den Bat Stab darauf aufmerksam mache, dass die Wache nicht mit dem Pfefferspray ausgebildet wurde und mir keine Ausbilder, sowie Zit zu verfügung gestellt wurde. Darf ich diese auch gleich selber organisieren. Gesagt getan.
Einrücken des Wacht-Det. Drei Leute kommen nicht, Wachtplan wird wieder mal angepasst.
Am Donnerstag dann Wachtausbildung. Funktioniert, jedoch verpasse ich mal wieder was im GAZ. Doch schon bald merken die Pfefferspray Ausbilder, dass die RSG Munition nicht geliefert wurde. Also sofort zur Log Kompanie rennen, die verlorene Bestellung suchen. (Kommentar Logi: Ahh ja sie kenn ich, ich weiss auch nicht wo die Bestellung ist, gehen sie doch selber ins Mun Mag und holen sie sie ab). Naja, ich hab ihm dann gesagt, dass er gefälligst selber gehen soll.
Freitag Morgen, Bezug der Wache läuft ganz ok. Der Wachtplan wird schon wieder bearbeitet doch die Leute stehen dort wo ich sie will. Dann, sofort wieder ab ins GAZ. Ja so bleibe ich fit.
Fazit
Wenn ich zurück auf diese Woche schaue, hat sie für mich genau das drin was es doch spannend macht. Viele nicht vorhersehbare Situationen und dauernde Veränderung der Situation. Militärisch würde man wohl sagen, dass ich hauptsächlich mit der neuen Beurteilung der Lage beschäftigt war. Auch wenn es viel stress war, viele Sachen mich genervt haben und ich viel rumrennen musste. Wenn ich die ganze Woche nur rumgesessen wäre, dann hätts auch nicht gepasst.
Wichtig, war auch die Unterstützung von meine Kompaniekommandanten zu spüren, denn er wusste, dass für den Personalmangel nicht ich verantworlich war. Ich hoffe jetzt mal, dass ich diese Woche nicht mehr so viel bei ihm im KP stehen muss und ihn wieder mal nach mehr Leuten fragen muss :).
Next Week
Die nächste Woche steht ganz im Rahmen der des GAZ, wir werden unsere Aufgaben als Sicherungszug vertiefen und ich werde hoffentlich endlich den Sicherungszug führen können ohne die ganze Zeit irgend etwas anderem nach zu rennen oder meine Zug fremdbestimmt zu sehen.
Schon beim Einrücken in den KVK merkt man, es ist WK und keine RS. Ungemein viele Leute mit schlechtem Tenu, fast kein militärisches Grüssen und ein sehr freundlicher Umgang. Mein erster WK steht vor der Tür und ich bin gerüstet mit meinem ganzen Mat in Bure angekommen.
Dieser WK verspricht sehr abwechslungreich zu werden. Steht doch in der Woche Zwei eine Volltruppen Brigade Übung statt. Bei der wir eine ganze Woche irgendwo im Raum Nordwestschweiz herumbrausen.
Der Sicherungszug
Eingeteilt bin ich ja in der Stabskompanie. Dies ist auch gleich die grösste Kompanie und zusätzlich die heterogenste. Praktisch jeder Zug hat eine andere Funktion. Für mich kommt darum nur der Sicherungszug in Frage. Da ich nicht 52 Wochen lang Greni Ausbildung gemacht habe um nachher Relais aufzustellen.
Anyway, aller anfang gestalltet sich schwer. Ist doch der Panzergrenadier Zug kein einfaches Konstrukt. Und gerade in einer Stabskp geht das oft vergessen. So braucht es für diesen Zug ja zwei Leutnant (den Besatzer und ein Gefechtler) der Besatzer ist Zugführer, während der Gefechtler nur CAF ist und nur für den abgesessen Kampf da ist.
In unserer Kompanie hat es sinnvollerweise 3 CAFs und ein Besatzer (mich). Was ja die Auswahl für den Zugführer schon mal relativ einfach machen würde. Doch leider verkompliziert sich die Sache etwas. Denn bestummen wird ein Gefechtler als Zugführer, CAF gibts nicht. Und auch nach mehrmaligem Nachfragen bleibt es momentan bei diesem System.
Grund dafür ist wohl auch, dass ich noch Wacht Of bin und die Wache organisieren muss.
GAZ - Bin ich jetzt da oder nicht?
Die Armee hat für einige Millionen ein neues Ausbildungszentrum in Bure geschaffen. Und an diesem werden wir nun geschult. Das System ist top und ich wäre hoch motiviert damit zu arbeiten, doch es kommt wieder mal alles anders. Es wird nur der CAF dahin geschickt, da ich mich um die Wache kümmern muss. Was dazu führt, dass ich einen ZS des Ausbildungszentrum bekomme, da ich nicht anwesend war. Auch hatte der CAF keine Ahnung was er genau befehlen sollte (kann er aber nichts dafür, denn ich hab von seinem Job auch keine Ahung).
Aber man versucht sich ja zu arrangieren. So kam es diese Woche oftmals vor, dass ich vom einten Ausbildungsstandort zur Wache rannte, und wieder zurück.
Ausserdem fällt es auch schwer, den Zug fremdbestimmen zu lassen, und den CAF die ganze Arbeit machen muss. Vor allem wenn man die Leute selber nicht kennt.
Auch gestalltet sich die Zusammenarbeit zwischen CAF und mir nicht einfach, da er jetzt schon gewisse Führungsgrundsätze definiert, welche er nicht mit mir besprechen konnte, da ich auf der Wache war. Wenn ich dann zurück komme und irgendwas befehle, falle ich ihm ungewohlt in den Rücken oder muss gewisse Sachen wieder ändern, da es beim mechanisierten Kampf anderst läuft.
Ärgerlich, aber nicht umbedingt schlimm. Ich hoffe jetzt schwer, dass wenn die Wache vorbei ist, das ganze etwas abflacht. Doch im Moment gibt es halt ein Raum und Zwei Chefs und das kann halt nur sehr schlecht funktionieren.
Wache hält mich Wach
Ja als Wacht-Of hätte ich eigentlich eine ziemlich simple Aufgabe:
- Kontrolliert Wache zu unregelmäsigen Zeiten
- Hält Verbindung mit der Wache per Mobiltelefon
- Ist innert Minuten bei der Wache
Doch in der Realität gestalltet es sich dann doch etwas anders. Am Dienstag merke ich dass der Wachtbefehl komplett geändert hat, also muss ich selbst das Wachtdispo anpassen.
Am Mittwoch wird mir mitgeteilt, dass ich noch mehr Leute brauche da eine zusätzliche Wache anfällt für Freitag und Montag. Diese Leute müssen aber alle vorher eine Wachtausbildung am Donnerstag besuchen.
Am Mittwoch Nachmittag erfahre ich, dass ich selbst die Wachtausbildung machen muss, da der Stabsmitarbeiter an diesem Tag "keine Zeit" hat. Also diese auch noch planen, Mat und Mun bestellen. Etc.
Am Donnerstag, bekomme ich anstatt den bestellten 15 Mann gerade 6. Heisst, Wachtplan neu schreiben anpassen. Dann gibt es wieder mehr Leute, Wachtplan anpassen, dann werden mir wieder irgendwelche abgezogen. Wieder anpassen.
Als ich den Bat Stab darauf aufmerksam mache, dass die Wache nicht mit dem Pfefferspray ausgebildet wurde und mir keine Ausbilder, sowie Zit zu verfügung gestellt wurde. Darf ich diese auch gleich selber organisieren. Gesagt getan.
Einrücken des Wacht-Det. Drei Leute kommen nicht, Wachtplan wird wieder mal angepasst.
Am Donnerstag dann Wachtausbildung. Funktioniert, jedoch verpasse ich mal wieder was im GAZ. Doch schon bald merken die Pfefferspray Ausbilder, dass die RSG Munition nicht geliefert wurde. Also sofort zur Log Kompanie rennen, die verlorene Bestellung suchen. (Kommentar Logi: Ahh ja sie kenn ich, ich weiss auch nicht wo die Bestellung ist, gehen sie doch selber ins Mun Mag und holen sie sie ab). Naja, ich hab ihm dann gesagt, dass er gefälligst selber gehen soll.
Freitag Morgen, Bezug der Wache läuft ganz ok. Der Wachtplan wird schon wieder bearbeitet doch die Leute stehen dort wo ich sie will. Dann, sofort wieder ab ins GAZ. Ja so bleibe ich fit.
Fazit
Wenn ich zurück auf diese Woche schaue, hat sie für mich genau das drin was es doch spannend macht. Viele nicht vorhersehbare Situationen und dauernde Veränderung der Situation. Militärisch würde man wohl sagen, dass ich hauptsächlich mit der neuen Beurteilung der Lage beschäftigt war. Auch wenn es viel stress war, viele Sachen mich genervt haben und ich viel rumrennen musste. Wenn ich die ganze Woche nur rumgesessen wäre, dann hätts auch nicht gepasst.
Wichtig, war auch die Unterstützung von meine Kompaniekommandanten zu spüren, denn er wusste, dass für den Personalmangel nicht ich verantworlich war. Ich hoffe jetzt mal, dass ich diese Woche nicht mehr so viel bei ihm im KP stehen muss und ihn wieder mal nach mehr Leuten fragen muss :).
Next Week
Die nächste Woche steht ganz im Rahmen der des GAZ, wir werden unsere Aufgaben als Sicherungszug vertiefen und ich werde hoffentlich endlich den Sicherungszug führen können ohne die ganze Zeit irgend etwas anderem nach zu rennen oder meine Zug fremdbestimmt zu sehen.
Sonntag, 9. August 2009
Back on Track: Erster WK steht an! + Obligatorisches Trauma
Ja und schon ist es wieder soweit, das Sturmgewehr wird aus dem Keller geholt. Die Schuhe werden geputzt und die Of-Kiste wird ausgemistet.
Es ist WK. Das Panzergrenadier Bat 28 beginnt seinen KVK nächsten Montag. Für mich bedeutet das Einrücken am Dienstag.
Ich freue mich darauf, denn der erste WK ist doch immer was besonderes. Und die Gerüchte über allfällig Hamburgertaufen schwirren schon lange herum.
Zwischenzeitlich bevor ich wieder mit meinen top aktuellen und seriösen Berichten anfange noch eine kleine Anektote über meinen ausserdienstlichen militärischen Pflichten:
Der obligatorische Zwang
Eines schönen Tages anfangs dieses Sommers fällt dem Wackeren Lt Globi doch ein, dass er heute sein Obligatorisches schiessen sollte. Die Pistole ist darum schnell hervor geholt und auf das Motorrad verladen und in windeseile geht es zum Schiessstand.
Vorweg muss ich ja noch anmerken, dass ich mich noch nie für den Schiesssport oder für einen Schiessverein begeistern konnte. Und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die Armee andere Wege finden würde um die Akzeptanz in der Befölkerung zu steigern. Anstatt sich mit diesem obligatorischen Schiessprogramm eine grosse Lobby aufrecht erhält, welche den wohl grossen finanziellen Zustupf dankend annimmt.
Kritik beiseite, ich wollte als weisses Blatt unbeschrieben meine erste Schiesserfahrung machen. Also Waffe und Leistungsausweis gepackt und ab in den Schiessstand. Zuerst von neugierigen Augen beobachtet (anscheinend kennen sich alle dort und jeder "neue" wird durchsiebt mit Blicken".
Nachdem ich einige doch sehr freundliche Leute nach dem Weg fragte fand ich dann im Keller den Pistolenschiessstand.
Dort gab ich mein Blatt ab, bekam meine Schüsse (inkl. ein paar Probeschüssen) und verschob zum Schiessstand.
Mein erstes Treffen mit dem Herrn welcher meine Haltung zum obligatorischen nachhaltig gestärkt hat. Mürrisch nahm er meinen Zettel entgegen, ein nettes "Hallo" liess er natürlich auch aus.
Gut, dann war ich dran. Ich stand in den Schiessstand, nahm mein Magazin, spitzte die Probeschüsse ab, lud die Waffe und führte eine Ladekontrolle durch. Dann hämmerte ich die Schüsse an die Scheibe und legte die Waffe ab. Gut bis jetzt alles normal.
Dann kam die erste Sequenz die zählte, 5x1 Schuss einzeln gezeigt. Gnädig befahl der Schiessstandleiter uns, dass wir trotzdem 5 Schüsse schon abspitzen konnten.
Dies machte ich, dann Laden, Ladekontrolle. PÄNG ein Schuss. Der Befehl vom Schiessstandleiter: "Waffe ablegen, es wird gezeigt".
Gut was mache ich jetzt? Reglementarisch festgelegt? Anyone: Jeder der die Mech Klasse überlebt hat wird jetzt wohl vor dem Computer sitzen und schreien: "PSK". Denn im Reglement 53.103d steht unter Absatz 4.4 Ziff. 24:
Die Persönliche Sicherheitskontrolle (PSK) wird durchgeführt:
– Wenn die Waffe aufgenommen wird;
– Wenn die Waffe abgelegt wird;
– Während Gefechtspausen;
– Vor Stellungsbezügen.
Und natürlich hab ich das auch gemacht! Dann die Waffe vor mich hingelegt. Und gewartet. Scheibe angeschaut, abgeklebt und ganz mechanisch beim Waffen ergreifen wieder PSK.
Doch das war ein Fehler, denn dann kam der Standleiter zu mir hin. "WAS FUMMELN SIE DA IMMER AN IHRER WAFFE RUM?"
Ganz ruhig antwortete ich ihm: "PSK, Persönliche Sicherheitskontrolle, diese wird immer gemacht beim aufnehmen und ablegen der Waffe."
Er: "VERDAMMT NOCHMAL, ES IST MIR SCHEISS EGAL, WIR SIND HIER IM SCHIESSSTAND UND NICHT IM MILITÄR IN EINER SCHEISS GEFECHTSÜBUNG".
Ich: "Es geht hier gar nicht um ein gefechtsverhalten, sondern einzig und allein um die persönliche Sicherheit der Waffe und soweit ich weiss, steht nichts davon, dass diese nicht gemacht wird im Schiessstand"
Er: "ES IST MIR SCHEISSEGAL, WIE SIE DASS IM MILITÄR GELERNT HABEN, SONST KÖNNEN SIE DIE WAFFE AUCH GERADE ENTLADEN UND GEHEN, WIR SIND HIER NICHT IRGENDWO IM MILITÄR."
Ich: "Ok, ganz ruhig"
Bhu, dieses bornierte Ar...., naja anyway, ich mach dieses Obligatorische ja nicht fürs Militär sondern für dich mein lieber Freund.
Ich schoss fleissig weiter (ohne PSK) und traff auch ganz ok. Doch plötzlich kam mein Freund wieder und stand hinter mich: "ACH JA, UND ABGESPITZT WIRD AUCH ERST WENN ICH ES SAGE, IST DAS KLAR."
Ich: "Ahh, tschuldigung ich dachte wir sind hier nicht im Militär und da kann ich selbständig Abspitzen, wenn ich fertig bin. Wenns ja sonst auch eher leger zu und her geht."
Mein Freund: "ICH SAGE ES IHNEN NOCH EINMAL UND DANN IST SCHLUSS UND SIE KÖNNEN ENTLADEN"
Ich: "Nein nein schon ok, nur noch 5 Schuss und dann sind sie mich los."
Was ihn wohl gleich noch am meisten nervte war, dass ich ziemlich gut traf. Ich war dann auch wieder ziemlich schnell draussen aus den Schiessstand. Für mich hat diese Übung jetzt ganz seinen militärischen Wert verloren. Diese 20 Schuss bringen keinem Soldaten, UO oder Offizier was. Denn, was nachher mit der Waffe passiert (ob sie geputzt wird etc.) intressiert kein Schwein.
Wenn wenigstens, eine obligatorische Laufkontrolle nach dem putzen vorgeschrieben wäre oder sonst was dergleichen, damit die Wartung der Waffe sichergestellt wäre. Aber nichts...
Mir gehen wirklich die Gründe aus warum die Armee, dies immer noch aufrecht erhält. Vielleicht hat ja jemand für mich eine anständige Begründung.
Ich bin ja sonst wirklich ein Fan unseres Miliz Systems und auch die Armee selbst hat meine volle unterstützung aber das?...
Es ist WK. Das Panzergrenadier Bat 28 beginnt seinen KVK nächsten Montag. Für mich bedeutet das Einrücken am Dienstag.
Ich freue mich darauf, denn der erste WK ist doch immer was besonderes. Und die Gerüchte über allfällig Hamburgertaufen schwirren schon lange herum.
Zwischenzeitlich bevor ich wieder mit meinen top aktuellen und seriösen Berichten anfange noch eine kleine Anektote über meinen ausserdienstlichen militärischen Pflichten:
Der obligatorische Zwang
Eines schönen Tages anfangs dieses Sommers fällt dem Wackeren Lt Globi doch ein, dass er heute sein Obligatorisches schiessen sollte. Die Pistole ist darum schnell hervor geholt und auf das Motorrad verladen und in windeseile geht es zum Schiessstand.
Vorweg muss ich ja noch anmerken, dass ich mich noch nie für den Schiesssport oder für einen Schiessverein begeistern konnte. Und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die Armee andere Wege finden würde um die Akzeptanz in der Befölkerung zu steigern. Anstatt sich mit diesem obligatorischen Schiessprogramm eine grosse Lobby aufrecht erhält, welche den wohl grossen finanziellen Zustupf dankend annimmt.
Kritik beiseite, ich wollte als weisses Blatt unbeschrieben meine erste Schiesserfahrung machen. Also Waffe und Leistungsausweis gepackt und ab in den Schiessstand. Zuerst von neugierigen Augen beobachtet (anscheinend kennen sich alle dort und jeder "neue" wird durchsiebt mit Blicken".
Nachdem ich einige doch sehr freundliche Leute nach dem Weg fragte fand ich dann im Keller den Pistolenschiessstand.
Dort gab ich mein Blatt ab, bekam meine Schüsse (inkl. ein paar Probeschüssen) und verschob zum Schiessstand.
Mein erstes Treffen mit dem Herrn welcher meine Haltung zum obligatorischen nachhaltig gestärkt hat. Mürrisch nahm er meinen Zettel entgegen, ein nettes "Hallo" liess er natürlich auch aus.
Gut, dann war ich dran. Ich stand in den Schiessstand, nahm mein Magazin, spitzte die Probeschüsse ab, lud die Waffe und führte eine Ladekontrolle durch. Dann hämmerte ich die Schüsse an die Scheibe und legte die Waffe ab. Gut bis jetzt alles normal.
Dann kam die erste Sequenz die zählte, 5x1 Schuss einzeln gezeigt. Gnädig befahl der Schiessstandleiter uns, dass wir trotzdem 5 Schüsse schon abspitzen konnten.
Dies machte ich, dann Laden, Ladekontrolle. PÄNG ein Schuss. Der Befehl vom Schiessstandleiter: "Waffe ablegen, es wird gezeigt".
Gut was mache ich jetzt? Reglementarisch festgelegt? Anyone: Jeder der die Mech Klasse überlebt hat wird jetzt wohl vor dem Computer sitzen und schreien: "PSK". Denn im Reglement 53.103d steht unter Absatz 4.4 Ziff. 24:
Die Persönliche Sicherheitskontrolle (PSK) wird durchgeführt:
– Wenn die Waffe aufgenommen wird;
– Wenn die Waffe abgelegt wird;
– Während Gefechtspausen;
– Vor Stellungsbezügen.
Und natürlich hab ich das auch gemacht! Dann die Waffe vor mich hingelegt. Und gewartet. Scheibe angeschaut, abgeklebt und ganz mechanisch beim Waffen ergreifen wieder PSK.
Doch das war ein Fehler, denn dann kam der Standleiter zu mir hin. "WAS FUMMELN SIE DA IMMER AN IHRER WAFFE RUM?"
Ganz ruhig antwortete ich ihm: "PSK, Persönliche Sicherheitskontrolle, diese wird immer gemacht beim aufnehmen und ablegen der Waffe."
Er: "VERDAMMT NOCHMAL, ES IST MIR SCHEISS EGAL, WIR SIND HIER IM SCHIESSSTAND UND NICHT IM MILITÄR IN EINER SCHEISS GEFECHTSÜBUNG".
Ich: "Es geht hier gar nicht um ein gefechtsverhalten, sondern einzig und allein um die persönliche Sicherheit der Waffe und soweit ich weiss, steht nichts davon, dass diese nicht gemacht wird im Schiessstand"
Er: "ES IST MIR SCHEISSEGAL, WIE SIE DASS IM MILITÄR GELERNT HABEN, SONST KÖNNEN SIE DIE WAFFE AUCH GERADE ENTLADEN UND GEHEN, WIR SIND HIER NICHT IRGENDWO IM MILITÄR."
Ich: "Ok, ganz ruhig"
Bhu, dieses bornierte Ar...., naja anyway, ich mach dieses Obligatorische ja nicht fürs Militär sondern für dich mein lieber Freund.
Ich schoss fleissig weiter (ohne PSK) und traff auch ganz ok. Doch plötzlich kam mein Freund wieder und stand hinter mich: "ACH JA, UND ABGESPITZT WIRD AUCH ERST WENN ICH ES SAGE, IST DAS KLAR."
Ich: "Ahh, tschuldigung ich dachte wir sind hier nicht im Militär und da kann ich selbständig Abspitzen, wenn ich fertig bin. Wenns ja sonst auch eher leger zu und her geht."
Mein Freund: "ICH SAGE ES IHNEN NOCH EINMAL UND DANN IST SCHLUSS UND SIE KÖNNEN ENTLADEN"
Ich: "Nein nein schon ok, nur noch 5 Schuss und dann sind sie mich los."
Was ihn wohl gleich noch am meisten nervte war, dass ich ziemlich gut traf. Ich war dann auch wieder ziemlich schnell draussen aus den Schiessstand. Für mich hat diese Übung jetzt ganz seinen militärischen Wert verloren. Diese 20 Schuss bringen keinem Soldaten, UO oder Offizier was. Denn, was nachher mit der Waffe passiert (ob sie geputzt wird etc.) intressiert kein Schwein.
Wenn wenigstens, eine obligatorische Laufkontrolle nach dem putzen vorgeschrieben wäre oder sonst was dergleichen, damit die Wartung der Waffe sichergestellt wäre. Aber nichts...
Mir gehen wirklich die Gründe aus warum die Armee, dies immer noch aufrecht erhält. Vielleicht hat ja jemand für mich eine anständige Begründung.
Ich bin ja sonst wirklich ein Fan unseres Miliz Systems und auch die Armee selbst hat meine volle unterstützung aber das?...
Freitag, 5. Dezember 2008
Ach du schreck... Wo sind meine Notizen
Ich habe doch wirklich alle meine Notizen zur DHU verloren... Habe mir in der DHU immer Sachen aufgeschrieben...
Naja ich werd das also alles aus meinem Kopf raus machen. Natürlich werde ich euch sicher nicht das Programm erzählen... Ihr lieben zukünftigen Aspiranten... Erlebt nur selbst am eigenen Leib was es heisst eine DHU ohne die kleinste Ahnung zu machen :-D
Freitag, 31. Oktober 2008
Inspektion... Die letzten Stunden vor dem sicheren Tod...
Inspektion
Da sich die OS auch langsam dem Ende zuneigte, stand diese Woche vor der von uns so gefürchteten DHU die Inspektion auf dem Programm.
Wie jede Inspektion, fing sie mit der Präsentation der Kompanie an. Bedeutet: Hinstehen, Ausrichten, Warten, Achtung, Warten, Ruhn. Wie sich das für eine OS gehört in stehts strammer Haltung und mit viel Körperspannung. Die Präsentation ist uns natürlich geglückt.
Anschliessend gings schon los mit der eigentlichen Inspektion. In Gruppen verschoben wir per Velo an den Ausgangspunkt des Stern-OLs. Von dort aus mussten wir diverse Posten anlaufen.
Posten um Posten zum Ziel
Als erster Posten wählten wir den Sanitätsposten. Wir wollten ihn schnell hinter uns bringen, da wir alle so ziemlich keine Ahnung mehr hatten. Ist ja auch klar, die letzte SAN Ausbildung genossen wir noch in der RS und das ist ja jetzt au schon so einige Wochen her.
Am Posten mussten wir zuerst eine Puppe beatmen. Plötzlich hörten wir von weither eine Person schreien. Ein Markeur lag am Boden und klagte darüber, dass er sich ins Bein geschossen hatte. Bereitwillig halfen wir ihm. Überprüften seinen Puls und verbanden die Wunde.
Doch nichts half, er wurde Bewusstlos. Es wurde hektisch. Wird er uns elendiglich auf den Feld verrecken? Oder können wir ihn noch retten? Heldenhaft packten wir ihn auf die SAN Bahre und verluden ihn auf dem Puch.
Leider gefiel es dem Experten gar nicht... Der Gruppenchef verpasste es voll und ganz die Führung zu übernehmen und anscheinend war unsere Behandlung auch nur mittelmässig. Da leider der Brigadier neben uns stand bekamen wir an diesem Posten eine eins. Der Postenchef bekundete nach abreisen des Herrn Generals, dass er uns eigentlich eine zwei gegeben hätte aber es ein Entscheid von oben sei. Schade Schade...
Naja es ging weiter und unsere Gruppe arbeitete sich fleissig durch alle Posten durch. An einem Posten mussten wir einen gesicherten Halt beziehen, an einem anderen ein SIM Gefecht schiessen, etc., etc.
Der letzte Posten stand dann auf dem Programm, wir waren schon viel zu spät dran und ich war Gruppenchef zu diesem Zeitpunkt. Ich trieb meine Gruppe an, denn wir mussten die vorgegeben Zeit einhalten.
So verschwanden wir nach kurzer Zeit im Taktiksimulator ELTAM. Ich war Zugführer und musste mein Zug so schnell wie möglich von einem Punkt der Karte zum anderen führen. Auf dem Weg dorthin musste ich feststellen, dass eine Brücke gesprengt war und ich eine Umfahrung beantragen musste. Dachte schon ich habe was falsch gemacht. Doch schlussendlich kamen wir rechtzeitig an und der Übungsleiter war zufrieden.
Hehe, bis auf einen Punkt, meine Eigeninitiative, sobald die Simulation gestartet war, konnte ich nicht mehr warten und liess meine Panzer so schnell wie möglich stossen. Hatte ich doch gleich vergessen, dass da der Kadi auch noch ein Wort hätte mitreden sollen. :-D Naja, dachte halt ich sei ganz auf mich alleine gestellt und müsste heldenhaft den Krieg alleine gewinnen...
Irgendwie schafften wir es noch rechtzeitig aus dem Simulator raus und bestiegen unsere Pferde... ähh Fahrräder. Mit Lichtgeschwindigkeit beamten wir uns zurück und gaben das Postenblatt sage und schreibe eine Minute vor Ladenschluss ab. Phu...
Auswertung
Wisst ihr was das schlimmste an der Inspektion ist? Das wenn sie vorbei ist, der nächste Termin DHU heisst... Und so war mir doch etwas mulmig zumute, als wir im Theoriesaal sassen und der Brigadier uns über unsere Schwächen in der Kameradenhilfe aufklärte. Doch wenigstens gab es ein positiver Punkt meine Patroullie gewann die Inspektion. Hehe :D
So und jetzt gings ab ins Zimmer... Mal schauen wie lange wir dort wohl liegen bleiben....
Da sich die OS auch langsam dem Ende zuneigte, stand diese Woche vor der von uns so gefürchteten DHU die Inspektion auf dem Programm.
Wie jede Inspektion, fing sie mit der Präsentation der Kompanie an. Bedeutet: Hinstehen, Ausrichten, Warten, Achtung, Warten, Ruhn. Wie sich das für eine OS gehört in stehts strammer Haltung und mit viel Körperspannung. Die Präsentation ist uns natürlich geglückt.
Anschliessend gings schon los mit der eigentlichen Inspektion. In Gruppen verschoben wir per Velo an den Ausgangspunkt des Stern-OLs. Von dort aus mussten wir diverse Posten anlaufen.
Posten um Posten zum Ziel
Als erster Posten wählten wir den Sanitätsposten. Wir wollten ihn schnell hinter uns bringen, da wir alle so ziemlich keine Ahnung mehr hatten. Ist ja auch klar, die letzte SAN Ausbildung genossen wir noch in der RS und das ist ja jetzt au schon so einige Wochen her.
Am Posten mussten wir zuerst eine Puppe beatmen. Plötzlich hörten wir von weither eine Person schreien. Ein Markeur lag am Boden und klagte darüber, dass er sich ins Bein geschossen hatte. Bereitwillig halfen wir ihm. Überprüften seinen Puls und verbanden die Wunde.
Doch nichts half, er wurde Bewusstlos. Es wurde hektisch. Wird er uns elendiglich auf den Feld verrecken? Oder können wir ihn noch retten? Heldenhaft packten wir ihn auf die SAN Bahre und verluden ihn auf dem Puch.
Leider gefiel es dem Experten gar nicht... Der Gruppenchef verpasste es voll und ganz die Führung zu übernehmen und anscheinend war unsere Behandlung auch nur mittelmässig. Da leider der Brigadier neben uns stand bekamen wir an diesem Posten eine eins. Der Postenchef bekundete nach abreisen des Herrn Generals, dass er uns eigentlich eine zwei gegeben hätte aber es ein Entscheid von oben sei. Schade Schade...
Naja es ging weiter und unsere Gruppe arbeitete sich fleissig durch alle Posten durch. An einem Posten mussten wir einen gesicherten Halt beziehen, an einem anderen ein SIM Gefecht schiessen, etc., etc.
Der letzte Posten stand dann auf dem Programm, wir waren schon viel zu spät dran und ich war Gruppenchef zu diesem Zeitpunkt. Ich trieb meine Gruppe an, denn wir mussten die vorgegeben Zeit einhalten.
So verschwanden wir nach kurzer Zeit im Taktiksimulator ELTAM. Ich war Zugführer und musste mein Zug so schnell wie möglich von einem Punkt der Karte zum anderen führen. Auf dem Weg dorthin musste ich feststellen, dass eine Brücke gesprengt war und ich eine Umfahrung beantragen musste. Dachte schon ich habe was falsch gemacht. Doch schlussendlich kamen wir rechtzeitig an und der Übungsleiter war zufrieden.
Hehe, bis auf einen Punkt, meine Eigeninitiative, sobald die Simulation gestartet war, konnte ich nicht mehr warten und liess meine Panzer so schnell wie möglich stossen. Hatte ich doch gleich vergessen, dass da der Kadi auch noch ein Wort hätte mitreden sollen. :-D Naja, dachte halt ich sei ganz auf mich alleine gestellt und müsste heldenhaft den Krieg alleine gewinnen...
Irgendwie schafften wir es noch rechtzeitig aus dem Simulator raus und bestiegen unsere Pferde... ähh Fahrräder. Mit Lichtgeschwindigkeit beamten wir uns zurück und gaben das Postenblatt sage und schreibe eine Minute vor Ladenschluss ab. Phu...
Auswertung
Wisst ihr was das schlimmste an der Inspektion ist? Das wenn sie vorbei ist, der nächste Termin DHU heisst... Und so war mir doch etwas mulmig zumute, als wir im Theoriesaal sassen und der Brigadier uns über unsere Schwächen in der Kameradenhilfe aufklärte. Doch wenigstens gab es ein positiver Punkt meine Patroullie gewann die Inspektion. Hehe :D
So und jetzt gings ab ins Zimmer... Mal schauen wie lange wir dort wohl liegen bleiben....
Sonntag, 17. August 2008
Woche 11 - Just chillin'?
U "Swimmingpool"
Nach der Strapazen und Anstrengungen von Aioje hatten wir uns eine kleine Verschnaufpause verdient. und so fand am nächsten Tag die Übung Swimmingpool statt. Wir verschoben mit Duros ins Freibad in Prontrut und verbrachten dort einen angenehmen Tag beim bädelen. Leider spielte das Wetter nicht gerade mit. Anstatt zu sünnele, genossen wir den leichten Niesselregen, der auf unsere geschundenen Rücken prasselte.
Höhepunkt war dann noch das 400 Meter Rennen. Natürlich kann es nicht sein, dass das Militär einfach so in die Badi geht um zu entspannen, nein auch hier gehörte ein kleiner Wettbewerb dazu. Die Invalidentruppe Thun musste sich nacheinander ins Pool begeben und dort einen knallharten Kampf gegen Wogen und Wellen führen. 400 Meter Freistil, Phelps währen vor Staunen die Augen rausgefallen, wie wir uns durch den Pool kämpften.
Bei manchen sah das ganze mit den vielen Muskelkatern und sonstigen Schmerzen, mehr nach einem Kampf um das Ertrinken als ein Wettrennen aus. :-)
WEMA
Leider konnten wir uns nicht allzu lange erholen, denn es stand schon wieder mal eine WEMA an. Diese bestand grösstenteils daraus die dreckigen Panzer zu waschen. Man vebrachte ca. einen ganzen Morgen auf dem Waschplatz. Der Staub und Dreck hatte sich wie Beton an den Panzer gekleppt und konnte nur mit ziemlich viel Druck und Wasser wieder weggebracht werden.
Heimfahrt - Globi der Stadtbildverschönerer
Dann war die schöne und lehrreiche Phase Thun schon wieder vorüber und für uns gings zurück Richtung Thun. Diesemal aber nicht über den direkten Weg. Nein die Übung Ritorno sollte uns den Heimweg versüssen.
Nach einer etwas längeren Autofahrt, die ich vor allem damit verbrachte meinen versäumten Schlaf nachzuholen. Fassten wir nach einem Bahnablade unseren Schüpa und einen Leo. Mit diesen verschoben wir von nun an in Richtung Thun.
Ich hatte die Ehre oder die Pflicht den Schüpa zu fahren. Alle anderen waren entweder zu Faul, hatten keine Lust oder ihren Ausweis vergessen (für einige galten sogar alle Punkte...)
Ich genoss es, auch wenn ich in Burgdorf noch etwas das Stadtbild verschönerte und einen extrem wüsten eckigen Randstein, die nötigen Rundungen verpasste, damit er auch in das wunderschöne Stadtbild passte.
Als mir auf einer langweiligen Strecke etwas langweilig wurde, und weit und breit kein Gegenverkehr war, fing ich einwenig an die Raupenpolster im Formel 1 Style aufzuwärmen. Ich fuhr also ganz kleine Kurven. Dem Kommandanten auf dem Panzer gefiel es nicht, wahrscheindlich weil ich ihn geweckt habe. Aber liebe Leute lernt eines: Macht sowas nie, wenn der Chef VT (Verkehr und Transport) hinter einem fährt. Der hatte gar keine Freude und tat dies beim nächsten Halt auch kund :D.
Ein absolutes Highlight war jedoch die Brückenüberquerung. Die Genietruppen von Burgdorf hatten uns eine Brücke gebaut. Ein wirklich kuhles Gefühl über diese hinweg zu segeln.
Back home
Ja und dann waren wir wieder in Thun. Unserer schon fast Heimat. Unsere Steine im Magen wurden langsam grösser. Denn jetzt trennte uns nur noch ein Wochenende vor der Durchhalteübung "VERITAS". Werden wir diese Überleben? Werden unsere Füsse nach den 100km noch die selben sein? Wer weiss...
Nach der Strapazen und Anstrengungen von Aioje hatten wir uns eine kleine Verschnaufpause verdient. und so fand am nächsten Tag die Übung Swimmingpool statt. Wir verschoben mit Duros ins Freibad in Prontrut und verbrachten dort einen angenehmen Tag beim bädelen. Leider spielte das Wetter nicht gerade mit. Anstatt zu sünnele, genossen wir den leichten Niesselregen, der auf unsere geschundenen Rücken prasselte.
Höhepunkt war dann noch das 400 Meter Rennen. Natürlich kann es nicht sein, dass das Militär einfach so in die Badi geht um zu entspannen, nein auch hier gehörte ein kleiner Wettbewerb dazu. Die Invalidentruppe Thun musste sich nacheinander ins Pool begeben und dort einen knallharten Kampf gegen Wogen und Wellen führen. 400 Meter Freistil, Phelps währen vor Staunen die Augen rausgefallen, wie wir uns durch den Pool kämpften.
Bei manchen sah das ganze mit den vielen Muskelkatern und sonstigen Schmerzen, mehr nach einem Kampf um das Ertrinken als ein Wettrennen aus. :-)
WEMA
Leider konnten wir uns nicht allzu lange erholen, denn es stand schon wieder mal eine WEMA an. Diese bestand grösstenteils daraus die dreckigen Panzer zu waschen. Man vebrachte ca. einen ganzen Morgen auf dem Waschplatz. Der Staub und Dreck hatte sich wie Beton an den Panzer gekleppt und konnte nur mit ziemlich viel Druck und Wasser wieder weggebracht werden.
Heimfahrt - Globi der Stadtbildverschönerer
Dann war die schöne und lehrreiche Phase Thun schon wieder vorüber und für uns gings zurück Richtung Thun. Diesemal aber nicht über den direkten Weg. Nein die Übung Ritorno sollte uns den Heimweg versüssen.
Nach einer etwas längeren Autofahrt, die ich vor allem damit verbrachte meinen versäumten Schlaf nachzuholen. Fassten wir nach einem Bahnablade unseren Schüpa und einen Leo. Mit diesen verschoben wir von nun an in Richtung Thun.
Ich hatte die Ehre oder die Pflicht den Schüpa zu fahren. Alle anderen waren entweder zu Faul, hatten keine Lust oder ihren Ausweis vergessen (für einige galten sogar alle Punkte...)
Ich genoss es, auch wenn ich in Burgdorf noch etwas das Stadtbild verschönerte und einen extrem wüsten eckigen Randstein, die nötigen Rundungen verpasste, damit er auch in das wunderschöne Stadtbild passte.
Als mir auf einer langweiligen Strecke etwas langweilig wurde, und weit und breit kein Gegenverkehr war, fing ich einwenig an die Raupenpolster im Formel 1 Style aufzuwärmen. Ich fuhr also ganz kleine Kurven. Dem Kommandanten auf dem Panzer gefiel es nicht, wahrscheindlich weil ich ihn geweckt habe. Aber liebe Leute lernt eines: Macht sowas nie, wenn der Chef VT (Verkehr und Transport) hinter einem fährt. Der hatte gar keine Freude und tat dies beim nächsten Halt auch kund :D.
Ein absolutes Highlight war jedoch die Brückenüberquerung. Die Genietruppen von Burgdorf hatten uns eine Brücke gebaut. Ein wirklich kuhles Gefühl über diese hinweg zu segeln.
Back home
Ja und dann waren wir wieder in Thun. Unserer schon fast Heimat. Unsere Steine im Magen wurden langsam grösser. Denn jetzt trennte uns nur noch ein Wochenende vor der Durchhalteübung "VERITAS". Werden wir diese Überleben? Werden unsere Füsse nach den 100km noch die selben sein? Wer weiss...
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