Sonntag, 1. November 2009

WK Woche 2 Teil 2: War is upon us!

On the road
Ein wunderbares Gefühl, jeden Morgen auf den Schützenpanzer, schnell die Leute befehlen und ab gehts zum Bat KP um dort den Kommandanten abzuholen.
Diese Praktik wiederholte sich praktisch jeden Tag. Die Route blieb in den ersten Tagen aber immer die selbe, wir verschoben durch Aarau und Lenzburg zu unserem angestammten Standort. Dort stellten wir eine kleine Sicherung auf und der Stab bereitete sich vor.
Es stand aber nicht ein Einsatz an, sondern nur Präsentationen, dies war ziemlich schade, da so nicht wirklich der Ernstfall geprobt wurde, sondern nur einige "wichtige" Militärattaches unterhalten.
Doch Krieg ist auch Politik ;) Und so akzeptierten wir diesen Fakt und nahmen unsere Sicherungsaufgabe gewissenhaft wahr. Sogar der Sicherungszugführer, fand zeitweise eine Spli Schu mit der er rumpralen konnte ;)
Ein wunderbares Beispiel unserer Bereitschaft zeigte sich Mitte Woche. Da stand plötzlich ein Markeur vor unserem Panzer er wollte zu einem Übungsleiter der bei uns zu Besuch war. Schnell war die Wache, das Reserveelement und der Si Zfhr vor Ort und liesen ihn nicht passieren.
Der Bat Kadi wurde informiert und in seinen Panzer eingesperrt :) (natürlich nur zu seiner eigenen Sicherheit).
Leider war der Markeur wirklich nur da um mit dem Übungsleiter zu sprechen und nicht um uns zu testen.
So verbrachten wir einige sonnige Tage, bei bester Aussicht irgendwo oberhalb eines Weinberges. Ab und zu gabs wieder ein kleines Tourli durch Aarau und Lenzburg wo die Bevölkerung reichlich mit Guezli und Schoggi versorgt wurde. Wer will sich da übers Militär beschweren!

Demonstranten in Aarau
Alarm am Morgen früh, die Brigade Aufklärung meldet uns, dass irgendwo im Raum Aarau sich eine Demo der Volpodinger bildet. Natürlich waren wir hoch erfreut, den Aarau lag auf unserer Route. Sofort wurden unsere Aufklärer ausgelöst, die den Raum Aarau Bahnhof aufklären sollten.
Sie haben sogar einige Markeure gefunden und sie in einer wilden Verfolgungsjagt (inkl. dreimal um einen Kreisel) gestellt. Leider mussten sie wieder laufen gelassen werden, die Übungsleitung wollte es so.
Ich sass unterdessen bereit auf dem Panzer, mit der Karte bewaffnet. Bereit um allfällig Routenänderungen sofort auszuführen. Die Grenis im Kofferraum waren bereit, falls irgendwelche Demonstranten uns in den Weg kamen. Doch leider war alles Ruhig! Die Aufklärer sicherten den Bahnhof und die Volpodinger waren von dennen so beeindruckt, dass keine Demo mehr zu sehen war. Ach wie schade!

Limousinen Service nach Grenadier-Art!
Was gönd sich ein hart arbeitender Bat Kadi nach einem schweren Übungstag? Genau ein netter Grillabend mit einigen "wichtige" Politikern und Militärhoheiten. Das ganze fand in eine Kiesgrube statt, die ca. 500 Meter von unserem Standort entfernt war.
Wir hatten unsere Kommandantenstaffel also aufgestellt und warteten friedlich und fröhlich darauf, bis die wichtigen Leute fertig waren. Irgendjemand, hatte dann die super Idee den Bat Kadi nicht einfach mit einem Puc abzuholen, sondern mit der ganzen verdammten Kommandantenstaffel (6 Panzer!) vorzufahren.
Wie man so schön sagt: Auf go ist go! Und so fuhren wir mit vollem garacho in die Kiesgrube. Machten einen Kreis um das Grillfest. Die Gefechtler stiegen aus, rannten in ihre Stellungen. Und der Bat Kadi wurde stolz wie ein Pfau von seiner vom Sicherungszug gestellten Leibgarde in seinen Panzer begleitet.
Dann gabs Taxi Taxi und wir waren verschwunden. Eine Aktion von 1-2 Minuten aber das imponierte Staunen der Meute über die Schnelligkeit und Beweglichkeit der Panzertruppen war genial ;) Show of Force vom Sicherungszug in Extremlage :)

Der Bundesrat kommt - ab in den Panzer!
Die Woche ging gegen ihr Ende zu und so erwarteten wir den höchsten Gast, Bundesrat Maurer wollte auch noch vorbei schauen. Wie es sich für so einen Bundesrat wohl gehört kam er ziemlich zu spät. Wir hatten als Sicherungszug den Auftrag die Führungsstaffel zu sichern, natürlich durfte da kein Soldat irgendwo rumsitzen, die Türme mussten sich Bewegen und wir alle mussten sehr kampfbereit aussehen.
Ja dann kam das Kommando der Bundesrat komme. So sassen wir kriegsbereit für 30 Minuten im Panzer. Doch er kam nicht. Also nochmals raus und eine kleine Pause im Schatten machen. Dieser Vorgang wiederholte sich noch etwa zweimal, bis dann endlich der Herr Bundesrat kam. Die Führungsstaffel intressierte ihn nicht wirklich. Er verweilte ca. 1 Minute darin. Und ging dann wieder. Aber wir waren bereit für alles.
Brisant war nur, durch die schon relativ späte Uhrzeit, kamen wir ziemlich in die Bredulie mit dem Nachtfahrverbot das von einem Grüenchäppli ausgesprochen wurde. (Der hatte erst während der Übung gemerkt das so richtige Panzer ja auch Lärm machen...)
Tja, aber im Krieg ist ja alles egal und so fuhren wir bei Nacht und Nebel zurück zum Bat KP. Lieferten den Bad Kadi ab und verschwanden wieder irgendwo hinter dem Hügel um am nächsten Morgen wieder bereit zu stehen.

Rep D ftw!
Am nächsten Tag verschoben wir mit der Führungsstaffel wiedermal irgendwo durchs Land. Plötzlich ein Funkspruch, Panzer im Arsch... Sofort wurde einen gesicherter Halt bezogen und ich machte mich an die Arbeit. Das Getriebe war defekt, zuerst versuchte ich das ganze noch mit Notschaltung zu fahren, aber nichts ging mehr.
Währenddesssen stolzierten immer mehr Stäbler um den defekten Karren, und jeder wusste es besser. Also schickte ich sie alle relativ harsch irgendwo Weg, denn wie sagt man so schön. Zu viel Köche verderben den Brei!
Ich bestellte meinen Panzer zurück, der irgendwo vorne in Deckung stand. Und fing nun an. den kaputten Panzer abzuschleppen. Endlich hatte ich einen Grund die Stäbler weg zu schicken, denn so ein Abschleppen war ja gefährlich und ich wollte nicht dass mir noch so einer zwischen die Raupen kam.
Mit ziemlich viel Fingerspitzengefühl, manövrierten wir den Panzer von der Strasse. Das war gar nicht so einfach, da das Lenkgetriebe auch kaputt war und der Panzer eigentlich nur geradeaus "rollen" wollte, wir ihn aber um eine 90 Grad Kurve würgen mussten.
Doch nach ca. 20 Minuten war die Strasse frei und der die Führungsstaffel rollte.
Ich blieb beim defekten Panzer um den Rep D zu aviesieren. Die Führungsstaffel minus ging weiter.
Der Rep D war verdammt schnell vor Ort! Die kamen mit einem Pneukran und einem zweiten Lastwagen. Der Platz war nicht gerade riesig, aber sie riessen den ganzen Motorblock raus und wechselten ihn durch einen neuen aus! Leider konnte ich da nicht mehr zusehen, da ich bereits zur Führungsstaffel gestossen war. Aber beeindruckt war ich allemal. Der Panzer war nach ca. 2 Stunden wieder flott! Abwechslung und Action machen doch den Spass aus. :)

Finally, war is upon us!!!
Es war soweit! Die Präsentationen für Attaches, Bundesräte, etc. hatte ein Ende und endlich zogen wir in den Einsatz! Ein haufen Volpodinger hatten sich im nahen Dorf verschanzt, natürlich waren die Füssel der Inf Brigade nicht fähige, diese zu besiegen. Also musste das stärkste Element her. Unser Pz Gren Bat 28. Wir bezogen mit unserer Führungsstaffel Stellung in einer Kiesgrube (Taktik ziemlich so das schlimmste, aber was solls, war nicht mein Entscheid...). Die Führungsstaffel wurde voll ausgebaut, die Sicherung bezogen, Beobachtungsposten in die Tiefe aufgestellt und der Stab nahm seine Arbeit auf.
Angespannt waren wir, bereits nach kurzer Zeit kamen erste Demonstranten, die wir souverän abwerten (Natürlich friedlich!). Schon bald rollte die Panzerkompanie an uns vorbei und bezog ein Feuerpodest.
Eine Panzergrenadierkompanie drang jetzt ins Dorf ein und machte den Gegner zunichte! Kurz nach dem Erfolg, kam der S6 zu mir und verlangte für eine extrem schnelle Verschiebung der Kommandantenstaffel minus. 1 Schüpa + 1 Kommandoschüpa. Wir verschoben ins Dorf, wo die Siegreiche Truppe auf uns wartete. Der Bat Kommandant wurde zur Truppe begleitet wo er seine After Action Review machte.

Farben kommunzieren anderst: Grün vs. Gelb
Der wirkliche Kampf, fand aber in der Führungsstaffel einige Stunden vorher statt. Da kam ein Divisionär mit Grüne Perret, der wollte doch dem Bat Kadi in allem ernst Hundeführer aufschwatzen. Den für ihn als Grüner war dies wohl essenziel. Als der Bat Kadi verneinte, wurde er beiseite genommen und auf gut Deutsch "Zusammengeschissen", da er fand, dass Hundeführer nicht wirklich gebraucht werden...
Da sah man wieder mal, wie die Infantrie nicht wirklich den gleichen Krieg führt wie wir von den Panzertruppen... Hundeführer, das ist doch Kinderkacke, Panzergrenadiere sind 10x so bissig ;)

Mittwoch, 9. September 2009

WK Woche 2 Teil 1: U 'Protecor' oder Zwischen Phase Rot und Nachtfahrverbot

Back in Bure
Und scho nach einem kurzen Wochenende, bestieg ich wieder den Zug in Richtung Bure. Doch diese Woche sollte eine spezielle Woche werden. Denn es stand die Volltruppenübung Protector an. 8000 Leute nahmen daran teil. Die ganze Infantriebrigade 5. Zusätzlich noch unser Panzergrenadierbat 28 als Reserve und Eingreifelement.

6:00 Ü beginnt (oder darf man auch ne Stunde früher anfangen?)
Um 6 Uhr ging die Übung los. Doch für uns wahr schon um 5:00 start. Denn irgendjemand im Stab fand es eine gute Idee eine Verbindungskontrolle um 6:30 zu machen. Also aufstehen und so schnell wie möglich zu den Panzern und die Funknetze laden. Pro Zug gabs eine Fil Gun + 1 Adressnetzplan. Was für mich bedeutete alle Netze selber laden. Na gut um 6:15 waren meine Panzer bereit. Und es war ja wohl nicht verwunderlich, dass die Verbindungskontrolle erst so etwa um 7:30 anfing. Nachdem wir dann noch bis etwa 9:00 gewartet hatten. Hab ich mich dann entschieden, die Panzer wieder abzuschliessen und fürs erste mal zurück in die Kaserne zu gehen.

Der liebe Schlaf
Die Panzer sollte um 2:30 abgeladen werden. Damit die Fahrer überhaupt die Panzer bewegen durften, mussten sie bis zu diesem Zeitpunkt mind. 8 Stunden schlaf (2x4h oder so) haben. So verbrachten meine Fahrer ihren ganzen Tag im Bett um genug Schlaf für die Nachtaktion zu tanken.

Panzerverladen - Privilegien sind toll
Der Bahnauflad der Panzer stand an. Natürlich mit ziemlicher Verspätung (in der Romandie arbeiten die SBB Mitarbeiter halt etwas langsamer). So bildete sich vor den Zugswagons eine ziemliche Schlange, drei Kompanien warteten vor uns. Geduldig stellte ich meine Panzer ganz hinten an und ging mal nach vorne um zu schauen was so läuft.
Da stand doch der V&T Verantworliche des Battallions, als er mich sah, sagte er sofort: "Ahh, Stabskompanie, sie verladen als erster denn wir wollen, dass die Führungsstaffel als erstes rausfahren kann."
Ganz frech, überholten wir also alle Kompanien verluden unsere Panzer und zogen uns anschliessend wieder an unseren alten Stao (Liegen Lang für die meissten) zurück.

Die Letzten
Nachdem meine Kompanie schon am spätem Nachmittag in Richtung Sissach (Standort Stabs KP) verschob, war nur noch mein Zug in Bure. Und so bekam ich im 15 Minuten Takt ein Telefon mit Sachen die vergessen wurden und um die ich mich noch kümmern musste. Das Beste war wohl, dass ein Puch vergessen wurde und wir diesen irgendwo auf dem Waffenplatz suchen mussten. Witzig dabei war noch, dass wir die Nummer nicht hatten und so fast mit dem falschen Puch vom Waffenplatz weg fuhren. Ca. 2 Minuten vor dem Abfahren (ca. 24:00) bekamen wir dann noch das Telefon und wechselten den Puch schnell aus. Da hätte einer vom Waffenplatz sicher freude, wenn er am Morgen gemerkt hätte, dass sein Puch plötzlich im Raum Basel steht.

Der Bahnablad
Nach zwei Stunden fahrt kamen wir in Prattlen an. Dort bezogen wir einen gesicherten Halt und ich suchte nach dem Abladebahnhof. Dies war gar nicht so einfach, denn irgendwie war kein Mensch zu sehen um 2:30 Uhr am Morgen. Gut, nach einiger Zeit fand ich ihn und wir holten unsere Fahrzeuge so schnell wie möglich vom Bahnwagen runter und machten sie im Laufschritt Marschbereit.
Und schon das erste Mal bekam ich einen Zusammenschiss von einem der wohl das Schlafmanko nicht ertragen konnte. Ich bekam den Auftrag, die Panzer so auf die Strasse aufzukoloniere, dass noch eine Kompanie an mir vorbeistossen konnte. Dies war nur möglich, indem ich meine Panzer aufs Trotoir stellte. Natürlich hatte der vorher erwähnte todesangst, dass ein Randstein dabei kaputt gehen könnte. Hätte er sich wohl lieber vorher überlegen können. Na gut, mit einigen Holzbrettern wurde der Randstein von seinem Schicksal gerettet.
So standen wir dann also da, am Bahnhof bereit für den Abmarsch, doch wo blieb der Stab? Ach der war damit beschäftigt einwenig dem Bahnablad zuzuschauen. Er genoss die Show und war im Moment wohl weit weit weg von irgendwelchen Übungen.

Marsch mit Zwischenstopp
Irgendwann entschied der Stab sich doch noch aufzusitzen und so fuhren wir los. Begeisterte Leute standen an den Fenstern der Wohnhäuser, zeigten uns voller Inbrunst den Stinkefinger oder warfen uns in ekstase böse Blicke zu. Der Vogel zeigten sie mit inbrunst. Die Stimmung an den Strassenränder war top. :)
Plötzlich funkte mich mein CAF aus dem Mannschaftsraum an. "Hey wir haben einen Verletzten, er hat sich die Hand eingeklemmt und muss dringend verarztet werden."
Ganz nach Protokoll stellte ich den Antrag für einen gesicherten Halt beim Bat Kadi und befahl in: "Ganze Kolonne gesicherter Halt in 200 Meter. Vorderstes Fahrzeug auf höhe der weissen Tafel).
Ich war das vorderste Fahrzeug und als ich vor der Tafel stand staunte ich nicht schlecht was darauf geschrieben stand: "Spital Frick". Das nenn ich mal Glück, der Patient wurde darauf direkt in die Notaufnahme gebracht und wir konnten ohne verzug weiterfahren. Der Bat Kadi und ich staunten nicht schlecht, wie Ortskundig ich war...

Gute Nacht liebe Fahrer
Irgendwann kamen wir dann an, lieferten unseren Bat Kadi ab und verschoben mit dem ganzen Tross in den Fahrzeugpark. Dort erwartete uns schon der nächste Auftrag. Um 8:30 mussten wir den Bat Kadi wieder abholen und ihn nach Dottikon fahren.
Mittlerweile war es 6:00 Uhr. Für uns bedeutete das, schnell in die Unterkunft Material dort einräumen und wieder zurück auf die Panzer. So stelle ich mir eine Übung vor. Dauernd unter Strom!
Pünktlich standen wir um 8:30 vor dem Bat KP. Das gemeine am Bat KP ist, dass es eigentlich sehr nahe beim Fahrzeugpark liegt (ca. 5 Minuten mit dem Auto). Doch die Panzerkarten verboten uns durchs Dorf zu fahren. So mussten wir jedesmal 30 Minuten umweg machen bis wir vor dem Kommandoposten standen.
Natürlich warteten wir unsere obligate 30 Minuten bis alle Leute aufgesessen waren und fuhren dann mit 3 Panzern in Richtung Dottikon.
Das Wetter war wunderschön und den Panzerkarten sei dank, mussten wir über einige wunderschöne Hügel fahren und zum Schluss noch durch Aarau und Lenzburg. Unsere Töfflibuebe machten einen super Job und die ganze Verschiebung verlief reibungslos.
In Dottikon angekommen, erstellten wir eine Sicherung. Hier in Dottikon will der Bat Kadi eine Präsentation über die moderne Raumsicherung abhalten. So waren wir den Vormittag damit beschäftigt Lautsprecher aufzustellen und zu warten. Doch einen Hacken gab es noch. Die liebe Ruhezeit der Fahrer. Diese waren schon ziemlich lange unterwegs, und so war es nicht verwunderlich, dass sich ihre Fahrzeit zum Ende nahte. Natürlich ging ich sofort zum Bat Kadi und machte ihn darauf aufmerksam, dass er erst wieder um 14:00 mit den Panzern verschieben können. Wiederwillig, stimmte er nach einigem Diskutieren zu. Und so verschob er nun mit dem Puch der Verkehrsgruppe. Natürlich bewacht durch zwei Gefechtler. :) Schlafen geht halt immer vor!

"Wo ist ihre Spli Schu?"
Das es die Besatzer nicht so mit der Splitterschutzweste haben, sollte schon aus Funktionsgründen bekannt sein. Sie ist so ziemlich unhandlich, wenn man immer aus dem Panzer ein und aussteigen muss.
Unsere Gefechtler, die einen Bewachungsauftrag hatten, waren alle mit Splischu ausgerüstet. Ebenfalls war der ganze Stab damit bestückt.
Eines schönen Nachmittags in Dottikon, machte ich eine Meldung beim Bat Kadi, und der schaute mich mit grossen Augen an und sagte: "Ja, Liitnant wo isch au iihrii SpiSchü." Meine Antwort: "Ich bin Besatzer, ich brauche keine Spli Schu"
Er: "Ja aber was passiert wenn jetzt da ein Scharfschütze sich versteckt. Wer führt dann ihren Zug wenn sie abgeschossen werden."
Mit grossen Zweifel, dass eine Splischu das 12mm Geschoss eines Scharfschützengewehrs aufhalten würde antwortete ich: "Ja, der CAF, ist ja auch noch da, und für die Besatzer habe ich einen sehr guten Stv"
Er: "Das ist mir egal, in diesem Fall gilt für sie jetzt Standort Panzer, solange sie keine Splitterschutz Weste haben."
Ok, dann verkroch ich mich halt in den Panzer und beim ersten Mal als ein Stäbler kam um mich zu holen, sagte ich ihm ziemlich direkt, dass ich nicht vom Panzer darf.
Doch plötzlich war das egal, denn der Bat Kadi wollte umbedingt etwas erledigt haben...

Freitag, 21. August 2009

WK Woche 1: "Fid för sää mischen"

Die Soldaten kommen
Nun war es endlich so weit! Der KVK war zu Ende und dei Soldaten rückten ein. Etwas komisch war es mir schon im Bauch. Doch das verging ziemlich rasch!
Lustig am WK ist wohl, dass man die erste Woche ziemlich konstant den Bestand des Zuges am anpassen ist, da irgendwelche Soldaten wieder nach Hause gehen oder plötzlich merken, dass sie noch einrücken sollten.

Führung - So oder so
Spannend ist es Leute zu führen die erfahrener, besser ausgebildet und viel älter als ich sind. Die alten einfachen Tricks von der RS funktionieren hier nicht mehr. Doch trotzdem macht es mir wirklich spass mit den Leuten. Gerade die älteren Semester haben einen Umgang mit Befehlen, etc. den ich sehr schätze. Der Schütze meines Panzer zB. versorgt mir jedesmal meine Packung, ohne dass ich ihn bitte, einfach nur weill er weiss, dass es für mich einfacher ist, da ich ja noch andere Sorgen habe. Auch sonst ist man im WK manchmal froh, wenn die Leute es noch schaffen in Zweierkolonne zu laufen.

Jetzt GAZ ab!
Diese Woche verbrachte unser Sicherungszug im Gefechtsausbildungzentrum West (GAZ) in Bure und wurde "Fit for the mission" (Wie unser Bat Kadi immer sagte) gemacht. So standen neben des erstellen der Gefechtsbereitschaft auch verschiedene Verschiebungen mit der Führungsstaffel auf dem Programm. Natürlich ging das nicht einfach so! Zuerst wollte ich mal schauen ob die Fahrer und Kommandanten überhaupt noch fähig waren ein Schüpa zu fahren. Und so heizten wir einen Morgen lang über Bure! Übten Formationen und das Verschieben von Deckung zu Deckung!

Neue Lage!
Doch schon bald wurde die ganze Planung durch eine neue Lage auf den Kopf geworfen, ein Regierungsrat kam am Mittwoch vorbei um unsere Truppe zu begutachten. Und so staunte ich in der Befehlsausgabe nicht schlecht, als ich sah, dass unser Zug für eine Häuserkampf Szene eingesetzt wurde.
Vom ganzen Battalion waren wir der einzige Kampf-Zug der weder im KVK noch in der ersten Woche Häuserkampf auf dem Programm hatten. Doch nach einigen Verteilungsrapporten konnte ich immerhin zwei Häuser in Nalé erkämpfen. Und so warfen wir die Gefechtler dort am Dienstag raus. Wir Besatzer machten uns dann noch etwas an die Arbeit das Verschieben mit der Führungsstaffel zu Perfektionieren. Schon in der ersten WK Woche wurde mir bewusst, dass nicht der beste Planer, sondern der beste Improvisierer hier gefragt war :)

Ü "Governement"
So stand mein Zug plus die Führungsstaffel geputzt und ready to go vor dem Ausbildungsgebäude aufgestellt und warteten auf unsere teuere Last, eine Delegation aus dem Regierungsrat Schaffhausen durfte ein Tag lang den Staub von Bure und die Grazie eines Schüpas erleben.
Mit der Pünktlichen verspätung von 30 Minuten sassen sie auf. Vom Chef Einsatz bekamen wir noch einige Knall Petarden geschenkt, dass es auch noch etwas Lärm gibt :) (Und plötzlich war es auch allen egal, dass es verboten war Knall Petarden in Häuser in Nalé zu werfen).
Wärend der Verschiebung passierte es dann, ein Schüpa machte keinen Wank mehr. Doch war auf die Besatzer verlass und sie lössten das Problem innert Minuten.
In der Panzer Sappeur Arena wurden wir dann von der Log Kompanie betankt. Dies war umso genialer, da wir nicht mal aus dem Panzer aussteigen mussten. Ich fühlte mich wie ein Formel 1 Pilot. Leider verweigerten die Boxencrew mir den obligaten Reifenwechsel (auch Räupelen genannt).
Und schwups waren wir Kampfbereit und in der Ausgangsstellung. Eine kurze Befehlsausgabe machte uns noch die Details klar. Der erste Zug wurde ausgelöst. Und die Schüpas rollten auf Nalé zu. Der erste Zug nahm das erste Gebäude ohne Verluste. Als dann ein Leo durch das Dorf stossen wollte passierte es. Er wurde getroffen aus einem anderen Haus.
Und so kamen wir zum dran. Schnell befahl ich zwei Schüpas in eine Feuerstellung um uns einen Feuertunnel auf das genannte Haus zu bilden. Mit den anderen zwei stiess ich bis ans Haus rann und liess die Gefechtler den Rest der Arbeit machen. Doch leider mit einigen Verlusten, so mussten auch noch die Sanis ausrücken die voller Freude Infusionen stechen konnten.
So schnell wie der Kampf angefangen hatte, war er auch schon wieder zu Ende und wir verschoben zurück zum Mittagessen. Das war also eine erste Lektion wie man sich Regierungen bei der Stange hält.

U "Meccano" - Führungsstaffel im scharfen Durchgang
Am Mittwoch Nachmittag, widmete sich unser Kompanie Kommandant ganz der Führungsstaffel und dem Sicherungszug. Zusammen entwickelten wir mit den Soldaten zusammen das Verhalten der Führungsstaffel. Und übten dies nachher auch auf der Panzerpiste. Dies funktioniert anfangs nur mittelmässig. Vor allem war die grosse Problematik bei der Verständigung zwischen den Motorradfahrern und mir, da sie leider kein Funk hatten. Doch mit der Zeit funktionierten die gesicherten Halts reibungslos und auch der Bezug der Wagenburg war schon ziemlich flott! Mal schauen wie viel davon in der nächsten Woche hängen bleibt.

ATTACCO!!!!
Als "Belohnung" für unsere Soldaten, dass sie die eher langweiligen mechanisierten Verschiebungen gut mitgemacht hatten, stand am Donnerstag Attacco, Königsdisziplin der Grenadiere, auf dem Programm. Der Angriff auf ein räumlich beschränktes Ziel. Mehrer Makeure warteten Bluthungrig im Wald auf uns.
Mit drei Schüpas griffen wir also beim La rotte an. Der Gegner war durch Artillerie, Minenwerfer uns unsere Leos schon sehr dezimiert. Also rechneten wir mit max 5-10 Infantristen.
Der erste Durchgang, die Panzer rollen und die Gefechtler steigen aus. Doch da fehlt wohl noch etwas die Übung, bockstill stehen sie da und bewegen sich nicht. Und schon fällt einer nach dem anderen.
Am Schluss konnten wir das AZ doch noch erkämpfen, jedoch waren die Verluste zu hoch.
Beim nächsten Durchgang sah das ganze dann schon etwas flüssiger aus. Der Waldrand wurde schnell bezogen und der Gegner unter minimalem Verlust vernichtet.

"Ach ich hab ja noch Nebel in der Tasche"
Einer der Gefechtler hatte mal wieder einen super intelligenten Einfall. Beim letzten Attacco Durchgang, bemerkte er, dass er noch ein Nebelkörper in der Tasche hatte. Da er es ziemlich schade fand, diesen wieder ungebraucht zurück zu bringen entschied er sich ihn einfach mal in den Wald zu werfen.
Das Resultat, ein kleines Chaos, der Gegner konnte sich neu formieren und wäre die Übung nicht abgebrochen worden, hätte er auch noch ziemlichen Schaden anrichten können.
Lustig waren auch die Funksprüche: "Piccolo, können nicht vorrücken, wir sehen nichts" oder "Ich glaub ich hab einen toten in meiner Gruppe aber ich seh es nicht".

Samstag, 15. August 2009

Lustiges von der Wochenendwache

Ich hab die Ehre dieses Wochenende die Kaserne Bure zu bewachen. Das heisst nicht ich, sondern meine Kompanie. Ich bin Wochenend Of und muss einfach hier in der Kaserne bleiben um die Wache zu kontrollieren.

Und was man hier für Bilder siet auf der Wache, ich glaube Ueli Maurer würde anfangen an seiner besten Armee der Welt zu zweifeln.

Man merkt halt schnell mal, dass hier nicht nur Panzergrenadiere auf der Wache stehen, sondern auch Töfffahrer und Führungsstäffler.
Heute Nachmittag find ich doch einer der mit der Schplitterschutzweste einfach auf der Strasse rumliegt und mich dann noch blöde anguckt als ich ihm sage er müsse stehen oder sitzen.

Oder meine absoluten Favoriten. Sie schieben Wache mit Waffe, SpliSchu, RSG und GT. Und wie finde ich sie??? SpliSchu ausgezogen, GT in der Ecke und Stgw am Boden am Zeitung lesen. Ziemlich ausser mir, habe ich ihnen mal die Meinung gesagt, sie ziehen den SchpliSchu wieder an. Wahrscheindlich nur bis ich um die nächste Ecke war.

Was mich etwas mehr erfreut. Bis jetzt hat es wenn ein Grenadier oder ein Aufklärer auf der Wache war immer geklappt. Da könnte man doch fast noch Schlüsse daraus ziehen...

KVK: Wir sind auch noch da!

Ab gehts
Schon beim Einrücken in den KVK merkt man, es ist WK und keine RS. Ungemein viele Leute mit schlechtem Tenu, fast kein militärisches Grüssen und ein sehr freundlicher Umgang. Mein erster WK steht vor der Tür und ich bin gerüstet mit meinem ganzen Mat in Bure angekommen.
Dieser WK verspricht sehr abwechslungreich zu werden. Steht doch in der Woche Zwei eine Volltruppen Brigade Übung statt. Bei der wir eine ganze Woche irgendwo im Raum Nordwestschweiz herumbrausen.

Der Sicherungszug
Eingeteilt bin ich ja in der Stabskompanie. Dies ist auch gleich die grösste Kompanie und zusätzlich die heterogenste. Praktisch jeder Zug hat eine andere Funktion. Für mich kommt darum nur der Sicherungszug in Frage. Da ich nicht 52 Wochen lang Greni Ausbildung gemacht habe um nachher Relais aufzustellen.
Anyway, aller anfang gestalltet sich schwer. Ist doch der Panzergrenadier Zug kein einfaches Konstrukt. Und gerade in einer Stabskp geht das oft vergessen. So braucht es für diesen Zug ja zwei Leutnant (den Besatzer und ein Gefechtler) der Besatzer ist Zugführer, während der Gefechtler nur CAF ist und nur für den abgesessen Kampf da ist.
In unserer Kompanie hat es sinnvollerweise 3 CAFs und ein Besatzer (mich). Was ja die Auswahl für den Zugführer schon mal relativ einfach machen würde. Doch leider verkompliziert sich die Sache etwas. Denn bestummen wird ein Gefechtler als Zugführer, CAF gibts nicht. Und auch nach mehrmaligem Nachfragen bleibt es momentan bei diesem System.
Grund dafür ist wohl auch, dass ich noch Wacht Of bin und die Wache organisieren muss.

GAZ - Bin ich jetzt da oder nicht?
Die Armee hat für einige Millionen ein neues Ausbildungszentrum in Bure geschaffen. Und an diesem werden wir nun geschult. Das System ist top und ich wäre hoch motiviert damit zu arbeiten, doch es kommt wieder mal alles anders. Es wird nur der CAF dahin geschickt, da ich mich um die Wache kümmern muss. Was dazu führt, dass ich einen ZS des Ausbildungszentrum bekomme, da ich nicht anwesend war. Auch hatte der CAF keine Ahnung was er genau befehlen sollte (kann er aber nichts dafür, denn ich hab von seinem Job auch keine Ahung).
Aber man versucht sich ja zu arrangieren. So kam es diese Woche oftmals vor, dass ich vom einten Ausbildungsstandort zur Wache rannte, und wieder zurück.
Ausserdem fällt es auch schwer, den Zug fremdbestimmen zu lassen, und den CAF die ganze Arbeit machen muss. Vor allem wenn man die Leute selber nicht kennt.
Auch gestalltet sich die Zusammenarbeit zwischen CAF und mir nicht einfach, da er jetzt schon gewisse Führungsgrundsätze definiert, welche er nicht mit mir besprechen konnte, da ich auf der Wache war. Wenn ich dann zurück komme und irgendwas befehle, falle ich ihm ungewohlt in den Rücken oder muss gewisse Sachen wieder ändern, da es beim mechanisierten Kampf anderst läuft.
Ärgerlich, aber nicht umbedingt schlimm. Ich hoffe jetzt schwer, dass wenn die Wache vorbei ist, das ganze etwas abflacht. Doch im Moment gibt es halt ein Raum und Zwei Chefs und das kann halt nur sehr schlecht funktionieren.

Wache hält mich Wach
Ja als Wacht-Of hätte ich eigentlich eine ziemlich simple Aufgabe:
- Kontrolliert Wache zu unregelmäsigen Zeiten
- Hält Verbindung mit der Wache per Mobiltelefon
- Ist innert Minuten bei der Wache

Doch in der Realität gestalltet es sich dann doch etwas anders. Am Dienstag merke ich dass der Wachtbefehl komplett geändert hat, also muss ich selbst das Wachtdispo anpassen.
Am Mittwoch wird mir mitgeteilt, dass ich noch mehr Leute brauche da eine zusätzliche Wache anfällt für Freitag und Montag. Diese Leute müssen aber alle vorher eine Wachtausbildung am Donnerstag besuchen.
Am Mittwoch Nachmittag erfahre ich, dass ich selbst die Wachtausbildung machen muss, da der Stabsmitarbeiter an diesem Tag "keine Zeit" hat. Also diese auch noch planen, Mat und Mun bestellen. Etc.
Am Donnerstag, bekomme ich anstatt den bestellten 15 Mann gerade 6. Heisst, Wachtplan neu schreiben anpassen. Dann gibt es wieder mehr Leute, Wachtplan anpassen, dann werden mir wieder irgendwelche abgezogen. Wieder anpassen.
Als ich den Bat Stab darauf aufmerksam mache, dass die Wache nicht mit dem Pfefferspray ausgebildet wurde und mir keine Ausbilder, sowie Zit zu verfügung gestellt wurde. Darf ich diese auch gleich selber organisieren. Gesagt getan.

Einrücken des Wacht-Det. Drei Leute kommen nicht, Wachtplan wird wieder mal angepasst.

Am Donnerstag dann Wachtausbildung. Funktioniert, jedoch verpasse ich mal wieder was im GAZ. Doch schon bald merken die Pfefferspray Ausbilder, dass die RSG Munition nicht geliefert wurde. Also sofort zur Log Kompanie rennen, die verlorene Bestellung suchen. (Kommentar Logi: Ahh ja sie kenn ich, ich weiss auch nicht wo die Bestellung ist, gehen sie doch selber ins Mun Mag und holen sie sie ab). Naja, ich hab ihm dann gesagt, dass er gefälligst selber gehen soll.


Freitag Morgen, Bezug der Wache läuft ganz ok. Der Wachtplan wird schon wieder bearbeitet doch die Leute stehen dort wo ich sie will. Dann, sofort wieder ab ins GAZ. Ja so bleibe ich fit.

Fazit
Wenn ich zurück auf diese Woche schaue, hat sie für mich genau das drin was es doch spannend macht. Viele nicht vorhersehbare Situationen und dauernde Veränderung der Situation. Militärisch würde man wohl sagen, dass ich hauptsächlich mit der neuen Beurteilung der Lage beschäftigt war. Auch wenn es viel stress war, viele Sachen mich genervt haben und ich viel rumrennen musste. Wenn ich die ganze Woche nur rumgesessen wäre, dann hätts auch nicht gepasst.
Wichtig, war auch die Unterstützung von meine Kompaniekommandanten zu spüren, denn er wusste, dass für den Personalmangel nicht ich verantworlich war. Ich hoffe jetzt mal, dass ich diese Woche nicht mehr so viel bei ihm im KP stehen muss und ihn wieder mal nach mehr Leuten fragen muss :).

Next Week
Die nächste Woche steht ganz im Rahmen der des GAZ, wir werden unsere Aufgaben als Sicherungszug vertiefen und ich werde hoffentlich endlich den Sicherungszug führen können ohne die ganze Zeit irgend etwas anderem nach zu rennen oder meine Zug fremdbestimmt zu sehen.

Sonntag, 9. August 2009

Back on Track: Erster WK steht an! + Obligatorisches Trauma

Ja und schon ist es wieder soweit, das Sturmgewehr wird aus dem Keller geholt. Die Schuhe werden geputzt und die Of-Kiste wird ausgemistet.

Es ist WK. Das Panzergrenadier Bat 28 beginnt seinen KVK nächsten Montag. Für mich bedeutet das Einrücken am Dienstag.
Ich freue mich darauf, denn der erste WK ist doch immer was besonderes. Und die Gerüchte über allfällig Hamburgertaufen schwirren schon lange herum.

Zwischenzeitlich bevor ich wieder mit meinen top aktuellen und seriösen Berichten anfange noch eine kleine Anektote über meinen ausserdienstlichen militärischen Pflichten:

Der obligatorische Zwang

Eines schönen Tages anfangs dieses Sommers fällt dem Wackeren Lt Globi doch ein, dass er heute sein Obligatorisches schiessen sollte. Die Pistole ist darum schnell hervor geholt und auf das Motorrad verladen und in windeseile geht es zum Schiessstand.

Vorweg muss ich ja noch anmerken, dass ich mich noch nie für den Schiesssport oder für einen Schiessverein begeistern konnte. Und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die Armee andere Wege finden würde um die Akzeptanz in der Befölkerung zu steigern. Anstatt sich mit diesem obligatorischen Schiessprogramm eine grosse Lobby aufrecht erhält, welche den wohl grossen finanziellen Zustupf dankend annimmt.

Kritik beiseite, ich wollte als weisses Blatt unbeschrieben meine erste Schiesserfahrung machen. Also Waffe und Leistungsausweis gepackt und ab in den Schiessstand. Zuerst von neugierigen Augen beobachtet (anscheinend kennen sich alle dort und jeder "neue" wird durchsiebt mit Blicken".
Nachdem ich einige doch sehr freundliche Leute nach dem Weg fragte fand ich dann im Keller den Pistolenschiessstand.
Dort gab ich mein Blatt ab, bekam meine Schüsse (inkl. ein paar Probeschüssen) und verschob zum Schiessstand.
Mein erstes Treffen mit dem Herrn welcher meine Haltung zum obligatorischen nachhaltig gestärkt hat. Mürrisch nahm er meinen Zettel entgegen, ein nettes "Hallo" liess er natürlich auch aus.
Gut, dann war ich dran. Ich stand in den Schiessstand, nahm mein Magazin, spitzte die Probeschüsse ab, lud die Waffe und führte eine Ladekontrolle durch. Dann hämmerte ich die Schüsse an die Scheibe und legte die Waffe ab. Gut bis jetzt alles normal.
Dann kam die erste Sequenz die zählte, 5x1 Schuss einzeln gezeigt. Gnädig befahl der Schiessstandleiter uns, dass wir trotzdem 5 Schüsse schon abspitzen konnten.
Dies machte ich, dann Laden, Ladekontrolle. PÄNG ein Schuss. Der Befehl vom Schiessstandleiter: "Waffe ablegen, es wird gezeigt".

Gut was mache ich jetzt? Reglementarisch festgelegt? Anyone: Jeder der die Mech Klasse überlebt hat wird jetzt wohl vor dem Computer sitzen und schreien: "PSK". Denn im Reglement 53.103d steht unter Absatz 4.4 Ziff. 24:

Die Persönliche Sicherheitskontrolle (PSK) wird durchgeführt:
– Wenn die Waffe aufgenommen wird;
– Wenn die Waffe abgelegt wird;
– Während Gefechtspausen;
– Vor Stellungsbezügen.

Und natürlich hab ich das auch gemacht! Dann die Waffe vor mich hingelegt. Und gewartet. Scheibe angeschaut, abgeklebt und ganz mechanisch beim Waffen ergreifen wieder PSK.

Doch das war ein Fehler, denn dann kam der Standleiter zu mir hin. "WAS FUMMELN SIE DA IMMER AN IHRER WAFFE RUM?"
Ganz ruhig antwortete ich ihm: "PSK, Persönliche Sicherheitskontrolle, diese wird immer gemacht beim aufnehmen und ablegen der Waffe."
Er: "VERDAMMT NOCHMAL, ES IST MIR SCHEISS EGAL, WIR SIND HIER IM SCHIESSSTAND UND NICHT IM MILITÄR IN EINER SCHEISS GEFECHTSÜBUNG".
Ich: "Es geht hier gar nicht um ein gefechtsverhalten, sondern einzig und allein um die persönliche Sicherheit der Waffe und soweit ich weiss, steht nichts davon, dass diese nicht gemacht wird im Schiessstand"
Er: "ES IST MIR SCHEISSEGAL, WIE SIE DASS IM MILITÄR GELERNT HABEN, SONST KÖNNEN SIE DIE WAFFE AUCH GERADE ENTLADEN UND GEHEN, WIR SIND HIER NICHT IRGENDWO IM MILITÄR."
Ich: "Ok, ganz ruhig"

Bhu, dieses bornierte Ar...., naja anyway, ich mach dieses Obligatorische ja nicht fürs Militär sondern für dich mein lieber Freund.

Ich schoss fleissig weiter (ohne PSK) und traff auch ganz ok. Doch plötzlich kam mein Freund wieder und stand hinter mich: "ACH JA, UND ABGESPITZT WIRD AUCH ERST WENN ICH ES SAGE, IST DAS KLAR."
Ich: "Ahh, tschuldigung ich dachte wir sind hier nicht im Militär und da kann ich selbständig Abspitzen, wenn ich fertig bin. Wenns ja sonst auch eher leger zu und her geht."
Mein Freund: "ICH SAGE ES IHNEN NOCH EINMAL UND DANN IST SCHLUSS UND SIE KÖNNEN ENTLADEN"
Ich: "Nein nein schon ok, nur noch 5 Schuss und dann sind sie mich los."

Was ihn wohl gleich noch am meisten nervte war, dass ich ziemlich gut traf. Ich war dann auch wieder ziemlich schnell draussen aus den Schiessstand. Für mich hat diese Übung jetzt ganz seinen militärischen Wert verloren. Diese 20 Schuss bringen keinem Soldaten, UO oder Offizier was. Denn, was nachher mit der Waffe passiert (ob sie geputzt wird etc.) intressiert kein Schwein.
Wenn wenigstens, eine obligatorische Laufkontrolle nach dem putzen vorgeschrieben wäre oder sonst was dergleichen, damit die Wartung der Waffe sichergestellt wäre. Aber nichts...
Mir gehen wirklich die Gründe aus warum die Armee, dies immer noch aufrecht erhält. Vielleicht hat ja jemand für mich eine anständige Begründung.
Ich bin ja sonst wirklich ein Fan unseres Miliz Systems und auch die Armee selbst hat meine volle unterstützung aber das?...

Freitag, 5. Dezember 2008

Ach du schreck... Wo sind meine Notizen

Ich habe doch wirklich alle meine Notizen zur DHU verloren... Habe mir in der DHU immer Sachen aufgeschrieben...

Naja ich werd das also alles aus meinem Kopf raus machen. Natürlich werde ich euch sicher nicht das Programm erzählen... Ihr lieben zukünftigen Aspiranten... Erlebt nur selbst am eigenen Leib was es heisst eine DHU ohne die kleinste Ahnung zu machen :-D

Freitag, 31. Oktober 2008

Inspektion... Die letzten Stunden vor dem sicheren Tod...

Inspektion
Da sich die OS auch langsam dem Ende zuneigte, stand diese Woche vor der von uns so gefürchteten DHU die Inspektion auf dem Programm.
Wie jede Inspektion, fing sie mit der Präsentation der Kompanie an. Bedeutet: Hinstehen, Ausrichten, Warten, Achtung, Warten, Ruhn. Wie sich das für eine OS gehört in stehts strammer Haltung und mit viel Körperspannung. Die Präsentation ist uns natürlich geglückt.
Anschliessend gings schon los mit der eigentlichen Inspektion. In Gruppen verschoben wir per Velo an den Ausgangspunkt des Stern-OLs. Von dort aus mussten wir diverse Posten anlaufen.

Posten um Posten zum Ziel
Als erster Posten wählten wir den Sanitätsposten. Wir wollten ihn schnell hinter uns bringen, da wir alle so ziemlich keine Ahnung mehr hatten. Ist ja auch klar, die letzte SAN Ausbildung genossen wir noch in der RS und das ist ja jetzt au schon so einige Wochen her.
Am Posten mussten wir zuerst eine Puppe beatmen. Plötzlich hörten wir von weither eine Person schreien. Ein Markeur lag am Boden und klagte darüber, dass er sich ins Bein geschossen hatte. Bereitwillig halfen wir ihm. Überprüften seinen Puls und verbanden die Wunde.
Doch nichts half, er wurde Bewusstlos. Es wurde hektisch. Wird er uns elendiglich auf den Feld verrecken? Oder können wir ihn noch retten? Heldenhaft packten wir ihn auf die SAN Bahre und verluden ihn auf dem Puch.
Leider gefiel es dem Experten gar nicht... Der Gruppenchef verpasste es voll und ganz die Führung zu übernehmen und anscheinend war unsere Behandlung auch nur mittelmässig. Da leider der Brigadier neben uns stand bekamen wir an diesem Posten eine eins. Der Postenchef bekundete nach abreisen des Herrn Generals, dass er uns eigentlich eine zwei gegeben hätte aber es ein Entscheid von oben sei. Schade Schade...
Naja es ging weiter und unsere Gruppe arbeitete sich fleissig durch alle Posten durch. An einem Posten mussten wir einen gesicherten Halt beziehen, an einem anderen ein SIM Gefecht schiessen, etc., etc.
Der letzte Posten stand dann auf dem Programm, wir waren schon viel zu spät dran und ich war Gruppenchef zu diesem Zeitpunkt. Ich trieb meine Gruppe an, denn wir mussten die vorgegeben Zeit einhalten.
So verschwanden wir nach kurzer Zeit im Taktiksimulator ELTAM. Ich war Zugführer und musste mein Zug so schnell wie möglich von einem Punkt der Karte zum anderen führen. Auf dem Weg dorthin musste ich feststellen, dass eine Brücke gesprengt war und ich eine Umfahrung beantragen musste. Dachte schon ich habe was falsch gemacht. Doch schlussendlich kamen wir rechtzeitig an und der Übungsleiter war zufrieden.
Hehe, bis auf einen Punkt, meine Eigeninitiative, sobald die Simulation gestartet war, konnte ich nicht mehr warten und liess meine Panzer so schnell wie möglich stossen. Hatte ich doch gleich vergessen, dass da der Kadi auch noch ein Wort hätte mitreden sollen. :-D Naja, dachte halt ich sei ganz auf mich alleine gestellt und müsste heldenhaft den Krieg alleine gewinnen...
Irgendwie schafften wir es noch rechtzeitig aus dem Simulator raus und bestiegen unsere Pferde... ähh Fahrräder. Mit Lichtgeschwindigkeit beamten wir uns zurück und gaben das Postenblatt sage und schreibe eine Minute vor Ladenschluss ab. Phu...

Auswertung
Wisst ihr was das schlimmste an der Inspektion ist? Das wenn sie vorbei ist, der nächste Termin DHU heisst... Und so war mir doch etwas mulmig zumute, als wir im Theoriesaal sassen und der Brigadier uns über unsere Schwächen in der Kameradenhilfe aufklärte. Doch wenigstens gab es ein positiver Punkt meine Patroullie gewann die Inspektion. Hehe :D
So und jetzt gings ab ins Zimmer... Mal schauen wie lange wir dort wohl liegen bleiben....

Sonntag, 17. August 2008

Woche 11 - Just chillin'?

U "Swimmingpool"
Nach der Strapazen und Anstrengungen von Aioje hatten wir uns eine kleine Verschnaufpause verdient. und so fand am nächsten Tag die Übung Swimmingpool statt. Wir verschoben mit Duros ins Freibad in Prontrut und verbrachten dort einen angenehmen Tag beim bädelen. Leider spielte das Wetter nicht gerade mit. Anstatt zu sünnele, genossen wir den leichten Niesselregen, der auf unsere geschundenen Rücken prasselte.
Höhepunkt war dann noch das 400 Meter Rennen. Natürlich kann es nicht sein, dass das Militär einfach so in die Badi geht um zu entspannen, nein auch hier gehörte ein kleiner Wettbewerb dazu. Die Invalidentruppe Thun musste sich nacheinander ins Pool begeben und dort einen knallharten Kampf gegen Wogen und Wellen führen. 400 Meter Freistil, Phelps währen vor Staunen die Augen rausgefallen, wie wir uns durch den Pool kämpften.
Bei manchen sah das ganze mit den vielen Muskelkatern und sonstigen Schmerzen, mehr nach einem Kampf um das Ertrinken als ein Wettrennen aus. :-)


WEMA
Leider konnten wir uns nicht allzu lange erholen, denn es stand schon wieder mal eine WEMA an. Diese bestand grösstenteils daraus die dreckigen Panzer zu waschen. Man vebrachte ca. einen ganzen Morgen auf dem Waschplatz. Der Staub und Dreck hatte sich wie Beton an den Panzer gekleppt und konnte nur mit ziemlich viel Druck und Wasser wieder weggebracht werden.


Heimfahrt - Globi der Stadtbildverschönerer
Dann war die schöne und lehrreiche Phase Thun schon wieder vorüber und für uns gings zurück Richtung Thun. Diesemal aber nicht über den direkten Weg. Nein die Übung Ritorno sollte uns den Heimweg versüssen.
Nach einer etwas längeren Autofahrt, die ich vor allem damit verbrachte meinen versäumten Schlaf nachzuholen. Fassten wir nach einem Bahnablade unseren Schüpa und einen Leo. Mit diesen verschoben wir von nun an in Richtung Thun.
Ich hatte die Ehre oder die Pflicht den Schüpa zu fahren. Alle anderen waren entweder zu Faul, hatten keine Lust oder ihren Ausweis vergessen (für einige galten sogar alle Punkte...)
Ich genoss es, auch wenn ich in Burgdorf noch etwas das Stadtbild verschönerte und einen extrem wüsten eckigen Randstein, die nötigen Rundungen verpasste, damit er auch in das wunderschöne Stadtbild passte.
Als mir auf einer langweiligen Strecke etwas langweilig wurde, und weit und breit kein Gegenverkehr war, fing ich einwenig an die Raupenpolster im Formel 1 Style aufzuwärmen. Ich fuhr also ganz kleine Kurven. Dem Kommandanten auf dem Panzer gefiel es nicht, wahrscheindlich weil ich ihn geweckt habe. Aber liebe Leute lernt eines: Macht sowas nie, wenn der Chef VT (Verkehr und Transport) hinter einem fährt. Der hatte gar keine Freude und tat dies beim nächsten Halt auch kund :D.
Ein absolutes Highlight war jedoch die Brückenüberquerung. Die Genietruppen von Burgdorf hatten uns eine Brücke gebaut. Ein wirklich kuhles Gefühl über diese hinweg zu segeln.


Back home
Ja und dann waren wir wieder in Thun. Unserer schon fast Heimat. Unsere Steine im Magen wurden langsam grösser. Denn jetzt trennte uns nur noch ein Wochenende vor der Durchhalteübung "VERITAS". Werden wir diese Überleben? Werden unsere Füsse nach den 100km noch die selben sein? Wer weiss...

Samstag, 28. Juni 2008

SONDERAUSGABE: Übung Ajoie

Die Nacht davor - 23:30

Am Sonntag rückte so der einte oder andere Aspirant mit einem mulmigen Gefühl ein. Die Übung Ajoie stand bevor. Im Zug wurde laut und heftig über die Strecke diskutiert. Klar war, dass man mindest 50km laufen musste und klar war auch, dass man uns so ziemlih alles Gepäck was so rumlag auf den Rücken band.

Ziemlich unglücklich fuhren wir an Saint Ursanne vorbei, hatten wir von ehemaligen Aspiranten erfahren, dass hier der Wendepunkt sei. Noch bleicher wurden wir als wir durch diverse Tunnels fuhren. Ein Hügel nach dem andern...

Angekommen in der Kaserne glich unser Stock einem wilden Ameisenhaufen. Das Gerücht hatte sich verbreitet, dass man bei fehlendem Material eine extra Runde drehen musste, brachte so mancher dazu sein Material noch einmal zu kontrollieren. Um 23:30 waren wir dann alle im Bett, doch der Schlaf war kein langer, schon um 4 Uhr sollten wir geweckt werden...

 

The Wakeup call – 4:00

Um Punkt 4 Uhr wurden wir geweckt, dann gabs ein letztes Früstück und schon bald befanden wir uns im Theoriesaal zur Übungseinführung.

Ziel der Übung: „Das Ziel ist das Ziel“. Die Message war also klar. Egal wie lang man hatte, haupsache man kam an.

Um den Start etwas zu staffeln hatten sie die Berufskader wieder etwas sehr kreatives ausgearbeitet. Wir mussten in den Patroullien einen Intelligenztest ausfühlen mit Schuma auf. Wie kreativ. J Natürlich gewann unsere Gruppe souverän das Qualifing und durfte sich als erstes auf die Piste machen.

 

Was für ein Gepäck – 4:15

Ich verzichte hier auf eine genaue Auflistung des gesamten Packungsbefehl, dies würde den halben Blog füllen und das wollen wir ja nicht. Grundsätzlich bestand er aus: Grundtrageinheit (komplett inkl Schuma), Randvoller Kampfrucksack, Helm, Sturmgewehr und Pistole. Eine ziemliche Last. Und die Schultern fingen schon vor Freude an zu schmerze, als sie das Gewicht spürten. Doch da half nichts, über die Panzerpiste gings in Richtung Courtedoux.

 

Pfadfinderglück – 6:00

Der Kartenleser und ich als Patroullienchef, hatten dann die glorreiche eine Feld-Wald und Wiesenabkürzung zu nehmen. Diese wurde leider dann durch eine ziemlich Grosse Autobahnbaustelle gestoppt. Doch ich als alter Jungscharleiter wollte nicht aufgeben und so beschloss ich eine kleine Klettertour über einen ziemlich steilen Hang zu machen und so die Baustelle zu umgehen. Ausser ein zwei dummen Bemerkungen meiner Patroullie kamen wir aber ziemlich gut voran. Und als ich oben auf dem Hügel noch Walderdbeeren fand und diese genüsslich Verschlang war meine Motivation wieder auf einem Höhepunkt.

PS: Alle anderen weigerten sich diese zu essen, ist die Welt schon so steril das man Angst hat das zu essen was uns die Natur gibt und nicht nur die Migros?“

Die lieben Patroullienmitglieder, wollten mir schon anhängen, dass ich mit dieser Abkürzung ziemlich viel Zeit verloren hätte, doch stolz zeigte ich ihnen am nächsten Posten, dass wir auf die Gruppe vor uns 10 Minuten gut gemacht hatten!

 

Der erste Aufstieg – 8:00

Und schon bald kamen wir aus der Ajoie Ebene raus und das grosse überdimensionale brutale Juramassiv stand vor uns.

Kameradschaftlich wie ich bin, habe ich meine Gruppe mit zurufen wie: „Kommt Jungs es sind nur 3km bis zum Verpflegungsposten... Und die 400 Höhenmeter, ach die spürt man doch gar nicht in den Beinen:“

Doch leider irrte ich mich da, diese verdammten Höhenmeter waren ziemlich krass und ich merkte bald, dass die Gerüchte um Ajoie (wie es unser Klassenlehrer schon immer betont hatte) alle Wahr sind.

 

Wasser.... Wasser - 9:00

Hier im ersten Aufstieg fingen auch schon die ersten logistischen Probleme der Übung sich bemerkbar machen. Unser Kadi (Name der Redaktion bekannt) hatte uns sehr ans Herz gelegt viel zu trinken, doch die ersten 10km gabs nirgends Wasser auf der Strecke. Und die Feldflasche war auch ziemlich schnell leer. Sollte es passieren, dass massenhaft Aspiranten an Dehydration zusammenkrachen?

Ich verteilte noch die letzten Tropfen meiner Feldflasche an die Kameraden und trieb sie weiter den Berg hoch: „Kleiner Ficker“ hörte ich aus den hinteren reinen. ;-) Doch ich hatte Durst und wollte den Hügel schnell hinter mich bringen. Ausserdem gabs oben auf dem Hügel wieder Wasser....

Ahhh meine trockene Zunge lechzte nach Wasser und der Energieriegel blieb mir vor Trockenheit im Mund irgendwo im Hals stecken.

 

Posten 1 – 10:00

Endlich oben, doch an ausruhen war nicht zu denken, irgendwie hatten es die Postenchef immer eilig und schickten uns, kaum waren wir da schon wieder weg. So konnten wir da auch nicht wirklich viel trinken, denn es weiss wohl jeder, dass es nichts bringt innerhalb von 5 Minuten ein Liter Wasser hinter die Binsen zu kippen.

 

Der Abstieg – 10:15

Dann gings abwärts, weit weit abwärts. Ach wieso nur, jeder Höhenmeter tat meinem Herz weh, denn ich wusste doch, dass jeder einzelne mich am nächsten Aufstieg wieder kitzeln würde. Und als wir etwa 100 Meter von der Französischen Grenze standen, überlegten wir uns ernsthaft über die Grenze zu treten, uns der französischen Gendarmerie zu übergeben und ein gratis Ausflug nach Paris zu gewinnen und dort einwenig zu sitzen bis sie uns wieder über die Grenze schmissen.

 

The road on the river – 11:00

Irgendwann standen wir dann am Fluss Doux wo unsere Augen von einigen hübschen jungen Frauen verwöhnt wurden, die uns nett zuwinkten. (Ach wie frustrierend die waren jetzt gemütlich am bädelen und wir liefen uns die Füsse wund.

Langsam gings weiter, der Fluss war ewig lang und plötzlich fing das Unglück an unsere Patroullie einzuholen. Unser erste Mann musste aufgeben, seine Kniescheibe flog raus. Hier verloren wir ca. 45 Minuten bis der Übungsleiter endlich uns erreicht hatte und sich entschieden hatte ihn mitzunehmen. (Natürlich konnten wir den Kameraden nicht einfach zurücklassen, war gegen die Übungsbestimmungen). Wir genossen also den Schatten einer Pappel und warteten und päuselten so rum.

Das weiterlaufen war dann umso schwerer. Der Rhythmus war weg, und ich konnte kein Fuss mehr vor den anderen setzen ohne Schmerzen. Auch der Rest der Patroullie war angeschlagen und wir kamen nur sehr langsam vorwärts.

 

Saint Ursanne, der Wendepunkt???? – 13:00

Ja und dann irgendwann kamen wir in Saint Ursanne an und vor uns stand ein Hügel mit etwa 400 Höhenmeter unterschied auf zwei süssen Kilometer verteilt. Hier gings also wirklich steil hinauf und auch das idyllische Städtchen konnte uns nicht mehr aufheitern. Ich hatte bereits ein zweites Sturmgewehr eines Kameraden gefasst, damit ich den Aufstieg noch etwas mehr geniessen konnte.

 

Mittagesessen, so nah und doch so fern – 15:00

Luftlinienmässig standen wir praktisch schon vor dem Essen doch die Äqudistanz der Karte sagte da was anderes aus. Alle 100-200 Meter bezogen wir einen Halt damit sich die Gruppe wieder erholen konnte. Und die letzten 300 Meter waren die Hölle, ein Grashang und keine wollte mehr. Ich bildete mit einem Kameraden ein Vordet um das Mittagessen zu erkunden. Warf mein Material oben hin und ging mal wieder hinunter um noch meinen Kameraden zu helfen.

Und hier passierte es, der zweite Mann viel aus, er konnte nicht mehr. Die viele Sonne und das wenige Wasser hatte ihm sichtlich zugesetzt und ihm war hundsübel.

So „genossen“ wir unsere Mittagspause, ich stellte ein Gesuch beim Kadi, dass der Aspirant nicht mehr weiter machen müsste oder zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteigen könne. Doch er meinte nur, dass dies der Doktor entscheiden müsse. Also warten wir hier wieder mal bis endlich der Doktor auftauchte, der dann die gleiche Idee hatte und den Aspiranten mitnahm. Also waren wir schon zwei weniger...

 

Guten Tag ihr lieben Knie – 16:00

Der Abstieg nach dem Mittag war ein ganz besonderer Genuss. Er war verdammt steil, führte über mörderische Waldwege, rutschige Kuhweiden und Stacheldraht. J Doch ein richtiger Grenadiere kämpft weiter :-P Die Knie fingen schon glücklich an zu knirschen und der Rucksack war wohl auch nicht gerade eine Erleichterung für sie.

Irgendwie kamen wir dann unten an und standen so da am Fusse des Berges und entschlossen uns jetzt wieder etwas an zu ziehen damit der Marsch bald vorbei sein möge.

 

sChrücht es Schneggli – 18:00

Unserer Gruppe gings immer schlechter. Und so hatte wir schon wieder einen Motorenschaden zu beklagen. Einer der Aspiranten konnte nicht mehr schnell laufen. Es ging einfach nicht mehr. Er konnte sich nur noch im Schneckentempo bewegen. Da half weder Stossen noch ziehen. Die Schmerzen waren zu gross. Wir genossen also die Gegend und tapsten und dümpelten durch die Gegend, bis wir endlich wiedermal ein Verpflegungsposten ereichten.

Sofort rief ich dort den Kadi an und konnte immerhin eine Gepäckserleichterung für den armen Aspiranten erzwingen. Eine grosse Motivationsspritze gab es an diesem Posten auch noch, der Aspirant, welcher beim Mittagessen ausgeschieden war, stiess wieder zu uns!

 

Der lange Weg über die Ebene – 21:00

Es ging endlich wieder schneller, nach einer Boullion und der Gepäckserleichterung konnte auch der Aspirant wieder einwenig schneller laufen. So kamen wir für ein Stuck wieder gut voran. Doch schon bald mussten wir merken, dass Wasser immer noch Mangelware war. Gehörte verdursten wirklich zur Übung? Naja, auf jedenfall konnten wir auf die Unterstützung der Bevölkerung zählen. So fuhr uns ein Ehepaar extra nach um uns mit Wasser und Eistee zu versorgen. Und von allen seiten bekamen wir ermunternde Zusprücke über.

Dann kam aber leider der wohl psychologisch härteste Teil der Übung. Eine riessige Ebene mit einer leichten Steigung drin. Wir liefen und liefen, hinter jeden scheiss Hügel, kam wieder einer und noch einer. Und das Zwischenziel kam einfach nicht näher. Felder links, Felder rechts... Kein Ziel in Sicht und motivierende Sprüche verdunsteten an der brütenden Hitze in Millisekunden.

Einer meiner Kameraden sah zusehends schlechter aus, er wollte nichts mehr essen und trinken. Ein Anruf bei der Übungleitung half nicht. Anscheinend hatten die anders zu tun, sie weigerten sich die Sache vor Ort anzusehen und liessen ihn weiterlaufen. Ergo wir standen 20 Minuten später in einem Dorf und er kotzte sich die Seele in einen wunderschönen jurasischen vorstädtischen Garten aus.

Bei dieser Meldung liessen sie ihn dann endlich aus dem Rennen ausscheiden. Langsam frag ich mich wirklich nach welchem Schema sie hier die Leute rausnehmen. Muss man zuerst Umfallen und Halbtod daliegen bis einer reagiert. Ja klar sie hatten bei der brüttenden Hitze genug zu tun und rannten von Patroullie zu Patroullie aber trotzdem. Die Leute einfach weiterlaufen zu lassen?

 

Entäuschung Teil 1 – 22:30

Wieder hatte der Aspirant mit der Gepäckerleichterung Probleme. Es ging nun wieder gar nicht mehr er hatte grosse Schmerzen in Füssen und Beinen und konnte nicht mehr weiter. Ratet mal was die Antwort am Telefon war? Richtig: „Weiterlaufen nehmt ihm sein Gepäck ab (welches Gepäck) und sonst schiebt, zieht oder tragt ihr ihn!“

Wollten die unsere ganze Patroullie kaputt machen? Oder wieso liessen sie ihn weiterlaufen. Egal ich war Stinksauer und antwortet ziemlich frech am Telefon mit der Bemerkung: „Gut, kein Problem dann sehen wir uns Morgen Mittag!“ Wollt ihr die Antwort darauf wissen? „Gut ich werde da sein.“ Hehehe

Ganz militärisch korrekt machte ich nach der Problemerfassung:

- Der arme Russe kann nicht mehr weiterlaufen weil er brutale Schmerzen hatte

Eine Sofortmassnahmen folge sofort:

- Der Russe nach vorne, damit er nicht das Gefühl hat wir rennen ihm davon

 

Der Zeitplan muss ich gestehn kam etwas Schwach raus.

- Bis zur Befehlsgebung ca 2 Minuten und dann Hobe....

 

Beurteilte die Lage:

Auftrag:

- Aussage: Um zu bestehen mussten wir ins Ziel kommen

- Erkenntnis: Wenn wir aufgeben haben wir nicht erfüllt

- Konsequenz: Aufgeben ist keine Option :-P

Umwelt

- A: Wir hatten einen Hügel von ca 100 Höhenmeter vor uns

- E: Vor dem Hügel stehen demotiviert die Gruppe

- K: Der Hügel muss so schnell wie möglich hinter uns

 

- A: Wir mussten noch ca 10km laufen

- E: Die Truppe war müde

- K: Eine Pause würde allen gut tun

Gegnerische Mittel

- A: Wir kamen nur mit ca 1-2km/h vorwärts und hatten einen verletzen

- E: So würden wir ca Morgen Mittags ankommen

- K: Damit hätten wir wohl nicht erfüllt

Eigene Mittel

- A: Wir waren 4 Leute und drei davon waren noch einsatzfähig aber müde

- E: Das schwere Gepäck könnte zu einem weitern Problem werden je länger es geht

- K: Die Schultern brauchen dringen entlasstung

Zeitverhältnisse

- A: Nach dem Kadi hatten wir bis Morgen Mittags Zeit

- E: Wir mussten uns also nicht beeilen

- K: Eine Pause sollte also drin liegen

 

Dann ging ich weiter und Fasste einen Entschluss:

- So können wir nicht weiterlaufen, ein Marschhalt muss gemacht werden.

Nun musste ich nur noch eine Plan entwickeln...

- Mittels der Karte folgte ein Kartenentschluss: Ich wollte noch bis auf den Berg hinauf laufen, damit wir das schlimmste hinter uns hatten und dort eine Scheune suchen für einen Marschhalt

Kurz darauf informierte ich die Truppe und befahl die weiteren Schritte.

Jaja so ganz militärisch kann man die Entscheidung ausdrück wenn man eigentlich meinte: Chum leck du mir doch am Arsch, mit so eim laufe mer nüm wiiter mir lieged irgendwo da ob eis Heu und de Kadi chan den luege öb er ihn na will zemelesse oder öb er ihn bi eus lah will.

Genüsslich lagen wir irgendwo in einer Scheune und pennten eine Stunde. Das tat wirklich gut und alle waren nachher motivierter auch der kaputte Aspirant konnte wieder etwas schneller watscheln.

Was mich unglaublich berührte war, dass meine Patroullie zwar alle ziemlich demotiviert waren und von selbst nicht mehr weiter wollten. Sie aber mir sagten, dass wenn ich diesen Lauf fertig machen wolle, dann stehen sie mir bei und kämen auch mit. Egal wie. Falls das einer von ihnen liesst. MERCI!

 

Und weiter geht’s... oder doch nicht. 1:00

Die Stunde schlaf hatte wunder gewirkt und der vorherige Aufstieg auf den Hügel hatte sich gelohnt, jetzt gings erstmals nur noch runter.

Plötzlich klingelte mein Handy. Es war der Kadi: „Für sie ist das rennen beim nächsten Posten vorbei. Ein Bus kommt sie ALLE abholen.“

VERDAMMT, HATTE ICH JE ALLE GESAGT??? Was für ein verdam... nein dann krampft man sich wie ein Idiot ab und am Schluss wird man ohne sinnvolle Begründung aus dem Rennen genommen. Wahrscheindlich wollten die Herren mit den dicken Strichen endlich ins Bett und waren zu faul die ganze Nacht aufzubleiben.

Einfach die Übungsbestimmungen mitten in der Nacht zu ändern und uns aus dem Rennen zu nehmen ist so ziemlich das letzte. Wenn sie uns vor dem Rennen informiert hätten, „Sie haben Zeit bis dann und dann.“ Aber einfach abbrechen damit sie dann auch mal schlafen gehen können oder ich weiss auch nicht. Wirklich eine Schweinerei!

Ich bettelte beim Kadi noch dafür, dass ich weitergehen könne mit meiner Patroullie exkl. Denen die nicht mehr wollten. Doch es war ihm scheissegal, dass es vielleicht Leute gibt die wirklich daran hängten diese Übung fertig zu machen.

Falls er irgendwann im Internet surft und diesen Blog liesst, soll er sich dies hinter die Ohren schreiben und nie vergessen, dass er genau so die Leute demotiviert. Denn meine Patroullie hat sich genauso abgemüht und trug mit abstand am längsten diese verdammten Rucksäcke die immer schwerer wurden.

 

Das Ende – 2:00

Die darauf folgenden verbalen Peitschenhiebe mittels: „Am Wochenende vor der DHU dürfen sie noch in die Nacharbeit, liessen wir wie Jesus von Nazareth wortlos über uns ergehen. Soll er doch... Wir alle waren stolz auf unsere Leistung und währe es nicht um die Übungsleitung hätten wir die Übung fertig gemacht, den wir währen noch die ganze Nacht gelaufen.

Ich dachte immer einer der diese Übung selbst gemacht hat, sollte mehr Verständnis dafür aufbringen, was es heisst die Übung zu bestehen und fertig zu machen. Naja, vielleicht ist er ja früh ausgeschieden in seiner OS und liess so an uns den Frust raus.

 Zum Schluss möchte ich noch meiner Patroullie danken für das Durchhaltevermögen. Und ich hoffe ich habe euch nicht zu fest über die Hügel des Juras gejagt und ihr seit mir nicht böse, dass ihr wegen mir so weit laufen musstet.

Egal welcher Hügel das kommt, er kann uns nicht besiegen das können wohl nur die Übungsleiter...

Mittwoch, 25. Juni 2008

Woche 10 OS: Schlamm, Dreck und Erde

The masters of Bure
Schon bald wurde uns das Gelände hier in Bure immer vertrauter und die Übungen verliefen immer schneller. Man fühlte sich schon einwenig zuhause wenn man vom einten Ende zum anderen Stiess, das Engniss bei Rondat Süd oder Nord öffnete, bei Haut du Mont einen gesicherten Halt bezogen oder sich wie einige in Derriere la Rondat verfuhren und nicht mehr wussten wo sie sind.

Let it rain
Bis jetzt war uns das Wetter relativ gnädig, doch nicht diese Woche. Nach einem wunderschönen Tag auf der Piste fing es plötzlich an zu tröpfeln. Natürlich dachte niemand daran, denn Regenschutz hervor zu nehmen. Was für ein Fehler nach 10 Minuten waren wir alle von oben bis unten Nass und musste so noch einen ganzen TPD inkl. Tanken machen... Die Schlammberge die am Panzer klebten waren überdimensional gross und man wusste an vielen Orten nicht mehr ob unter dem vielen Dreck wirklich noch ein Panzer drunter war.
Genüsslich lief ich ca. 3 mal von der Tankstelle zum Panzer, sog die wunderbar kühlen Regentropfen in mich ein und lies sie langsam mein Gesicht runterperlen. Ach was für ein Gefühl... 
Danach war es aber noch nicht fertig. Da wir die Raupen noch putzen mussten. Da half also nichts, ich mit Schwamm bewaffnet warf mich zwischen die Laufräder und putze wie ein wilder. Dabei wurde ich von ca 3 Leuten angerempelt oder sie standen auf mich drauf, man konnte mich wahrscheinlich nicht mehr von der braunen Suppe um mich rum unterscheiden.

Ach die liebe Infantrie - Wo der Krieg noch Spass ist
Seit dieser Woche hatten wir auch das Vergnügen den Waffenplatz mit einer Infantriekompanie zu teilen. Von Anfang an merkt man da schon unterschiede. Nicht nur wegen der extrem unschönen Mütze die sie anstatt des oberstecher Perets tragen, sondern auch vom Verhalten her. Keine Meldungen wenn man an ihnen vorbeiläuft, Verschieben in Formation ist bei der Infantrie ein Fremdwort und auch sonst sind es halt einfach Füssel. Über das Tenu zB im Zug etc. wollen wir jetzt mal nicht reden.
Auf jedenfall muss man jetzt wenn man Voll Gas durchs Häuserkampfdorf stösst mit den Panzern verdammt aufpassen. Denn die lieben Füssel stehen irgendwo rum und springen ohne Vorankündigung auf die Strasse... Tja aber wahrscheindlich würde so ein Füssel an der Raupe gar nicht auffallen.
Apropos wisst ihr warum ein Pänzeler kein Pferdefleisch essen sollte? Weil ein Füssel ja auch nicht seine Schuhe frisst. :-D

The legend is back in town
Einer unserer Klassenlehrern war bis jetzt in Ausbildung, dass heisst wir hatten ihn nie zu Gesicht bekommen. Doch die Legenden und Mythen gingen ihm schon weit voraus.
Kaum fing man bei einem ehemaligen Aspiranten von der OS zu erzählen, nannte er mit angstverzerrtem Gesicht den Namen des Ausbildners. Leute träumen heute noch schlecht und schliessen sogar zuhause ihr Zimmer ab, da sie Angst vor einer Übung mit ihm haben.
Und so war die Vorfreude natürlich riesig als auf dem Wochenplan ein grosses fettes "ANWESEND" hinter seinem Namen stand. Ja gut, zweimal leer geschluckt und los gings.
Die Realität war dann doch nicht so schlimm wie vermutet, bis jetzt wurde noch keinem der Kopf abgerissen. Die Ausbildung ist hart und man muss immer 110% geben, dass es reicht um den Anforderungen zu genügen. Aber wenn mans schafft, dann ist er auch zufrieden. Hoffen und Beten wir inständig, dass es auch so bleibt.

Bereitschaftsraum
Diese Woche bezogen wir im Häuserkampfdorf einen Bereitschaftsraum. Viele waren davon nicht so begeistert, den dies hatt auch immer zur folge, dass man Nachtwache schieben musste und da wir einen ziemlich kleine Bestand hatten waren die Wachen zwei Stunden lang.
Das ganze wurde dann ziemlich intensiv eingeübt. Und wir waren auch ziemlich happy, als uns zwei Leute angriffen. Denn nichts ist schlimmer als das Nichtstun. Plötzlich mitten in der Nacht hörte ich mitten in einem wunderschönen Traum von irgend einer wunderschönen Frau aus dem Zürcher Oberland ein leichtes Maschinengewehr rattern. 
Zuerst drehte ich mich noch einmal genüsslich, und dachte mir das ich dies sicher nur geträumt hätte.
Doch dann rasselte es noch einmal. Also stand ich auf packte meine sieben Sachen warf mich in Kampfmontur und griff an. Leider war da das grosse Bollwerk auch schon vorbei und der Markeur ist elendiglich an 5 Schüssen im Unterleib verreckt. Doch die Freude am Spiel hatten wir trotzdem. Das Beste war aber, dass ich nachher nochmals zwei Stunden schlafen konnte. Wie erholsam! Später stellte sich dann doch raus wie der Markeur evtl hätte eindringen können. Bei den Pänzelern gab es Leute die nahmen es mit der Wache nicht allzu genau und gingen schon nach 30 Minunten Wache von 2 Stunden wieder ins Bett. tztz.

Entschlüssli aus dem Büssli Teil 2
Auch diesen Freitag war Programm leger angesagt. Die Übung Forza stand auf dem Programm. Neben einer Theorie über die Möglichkeiten der Elektronischen Kriegsführung, (bei der wir erfuhren was die Schweiz vielleicht hat aber ein modernes EKF System können muss aber man nicht dabei sagen will ob die Schweiz ein modernes System hat) hatten wir etwas Geschichtsunterricht über die Ajoie Ebene, und guten Ausblick auf die Übung Ajoie die wir nächste Woche geniessen werden. Ja und zum Schluss, gabs noch eine Grillade vom Quartiermeister gesponsert. Ach wenn es doch mehr solche Tage geben würde...

Montag, 16. Juni 2008

Woche 9 OS: Welcome to the durt and dusty roads...

Endlich war es so weit, unsere erste Verlegung in Richtung Bure stand bevor.

Demotivationsdrill?
Wie demotiviert man einen Aspiranten in wenigen Minuten? Dies bewies einer unserer Adjudanten eindrücklich. Der Aspirant (zufällig einer aus der Ostschweizerfraktion) musste eine Befehlsausgabe für die Verschiebung von Thun nach Bure machen. 
Der Aspirant wolte es ganz richtig machen und übernahm grosse Teile des Verschiebungsbefehls für die Fahrschulstrecke bei Tankini. 
Doch diese Art von Befehlsgebung schien diesem Adjudanten gar nicht zu gefallen. So liess er ganz nach dem Vorbild von letzter Woche alle Gruppen den gleichen Befehl wiederholen. Leider unterliefen dem Aspiranten auch so einige andere Fehler bei der Befehlsgebung und so war es nicht verwunderlich, dass diese Befehlsgebung wohl ungenügend ausfallen würde. 
Doch der Adjudant hatte wohl einer seiner guten Tage und genoss es sichtlich die Befehlsausgabe nach Strich und Faden vor anwesender Gemeinde zu zerpflücken. Der Aspirant versank langsam immer tiefer im Boden. 
Irgendwann wurde der Adjudant mit seiner zwar richtigen aber völlig übertriebenen Kritik zum Ende. Naja, summa summarum. Wir kamen auch trotz des schlechten Befehls des Aspiranten ohne Umwege in Bure an. Hauptsache der Chef war markiert und der Aspirant musste eine Autofahrt lang wieder motiviert werden... *kopfschüttel*

Grosny = Bure?
Der Waffenplatz Bure wird vom Chef des Waffenplatzs liebevoll als Grosny bezeichnet. Und so verwundert es nicht, dass die Zimmer etwas weniger Komfort und Platz bieten. Doch wirklich schlimm ist es nicht. Das Doppelbett hat den Vorteil, dass man durch die leichten Vibrationen, die das laute Schnarcheln des Mannes oberhalb von mir verursachen, sanft in den Schlaf gewiegt wird.
Ach ja falls jemand behaupten würde Bure sei am Arsch der Welt, dann hat er recht. Die Französische Grenze grenzt sogar an den Waffenplatz. Wenigstens ist es ein guter Stützpunkt um den Stoss nach Frankreich vorzubereiten. Das merkt wohl keiner wenn plötzlich so ein Panzer Batallion etwas zu weit fährt... *teuflischguck*. Vielleicht wirds ja dann was mit dem Meeranstoss in Richtung Atlantik...


EM-Fieber
Jawohl, die EM ist im vollen Gange. Das kann auch nicht ganz am Militär vorbei gehen. Gerade jetzt wo sie ja auch in der Schweiz stattfindet. So haben wir am Abend ab und zu Zeit einen Match zu schauen und der Ausgang ist immer auf die wichtigen Spiele gelegt. Anscheinend ist sogar ein Wochenend-Urlaub gekürzt damit wir einen Match sehen können. Das scheisst mich ja schon jetzt an, wenn ich scho am Sonntag Nachmittag aufbrechen muss um in die welsche Tundra zu reisen...

Berufskader: Alles Helden und Heilsverkünder?
Was mir diese Woche wieder mal aufgefallen ist, dass sehr viele Berufskade ein sehr gutes Bild von sicher selber haben. So erzählte der Waffenplatzkommandant stolz, dass seit er in Bure ist alles viel besser ist und auch besser werde. Irgendwie höre ich solche Sprüche dauernd :-) Sei es in Bern im Of-Lehrgang oder sonstwo. Vielleicht wird das Fach "übertreibung und gesundes Selbstbewusstsein" oder "imponieren für Anfänger" ja an der MILAK ausgebildet ;-) 

Besatzer: Wir sind das letzte!
Oder besser gesagt, wir sind immer die letzten. Auffällig oft kamen wir diese Woche als letzte in die Kaserne oder zur Mittagspause. Die Tagesparkdienste waren dann vor allem die leittrageneden, wenn wir einen nächsten Termin hatten. Gerade hier in Bure wo der Schlamm meterdick an den Panzern klebt, macht ein TPD besonders Freude und benötigt auch dementsprechend Zeit. Aber ja da wir ja das harte Los der Elite gezogen haben machen wir mehr Arbeit in weniger Zeit... Aber so ist halt das Leben bei der absoluten Elite auf dem Waffenplatz (Hoppla ist jetzt das also doch nicht nur ein Berufskader Problem mit der masslosen Übertreibung ;-))

An alle Canale, stossen sie!!!
Endlich fing die Zeit an, auf die wir alle gewartet haben. Der Gefechtsunterricht mit den Schützenpanzer. Verstärkt durch einige Rekruten bildeten wir einen Panzergrenadierzug. Und verbrachten fast die ganze Woche damit über den Waffenplatz Bure zu stossen. Vor und zurück vom Tscherto bis an die Französische Grenze (Über die wir NICHT traditionsgemäss Uriniert haben). Und wieder zurück ins Häuserkampfdorf Nalé. Echt geil, ein ganzes Dorf, dass nur aufgebaut wurde um den Häuserkampf, Bereitschaftsräume und das öffnen einer Strasse zu üben. 
Mit einigen Anfangsschwierigkeiten fingen wir über die extrem unruhige Geländepiste zu fahren. Unsere Fahrer genossen die Fahrt sichtlich. Weniger wir Kommandanten, uns schüttelte es so richtig durch. Ohne die Racal-Schüssel auf dem Kopf würde ich jetzt wohl mit einem doppelten Schädelbruch im Spital liegen. 
Was mir auch sehr imponiert hat war die Arbeit als Zugführer. Das Gefühl in einer Deckung zu stehen und über den Funk zu sagen: "An alle Canale, Buschgruppe 200 Meter, Linie, Feuerstellung, MARSCH!"
Und zu sehen, dass 4 Panzer auf einer Linie über die Pisten preschen ist echt geil!

Unser Klassenlehrer meinte anschliessend nur noch: "Ach das könnte ich den ganzen Tag tun. Auf die Panzer aufsteigen und den ganzen Tag durchs Gelände stossen."
Wenns gut kommt werden wir dann unter seinem Kommando auch Teile von Frankreich einnehmen! Also ich währ dabei. Hab den Funkspruch schon vorbereitet: "Zug Canale verstande, nehmen und halten das Französiche Jura und halten uns Bereit an den Atlantik zu stossen."

Kiss me Baby one more time...
Das die Panzer ein bisschen mehr gebraucht werden als auf der Panzerpiste ihn Thun merkte man ziemlich gut an der Anzahl Reparaturetiketten die täglich geschrieben wurden. Ich war als Panzerkommandant war auch Mitverursacher einer. Oder sagen wirs so, aus einer nicht rechtzeitig reparierten Rep-Etikette ist eine zweite entstanden. 
Ich stiess gemütlich an einer Buschgruppe vorbei. Und da kam ein Stein auf unser Panzer zu. Ich sagte zum Fahrer: "Fahrer links"
Keine Reaktion.
Etwas lauter: "Fahrer LINKS!"
Immer noch nichts nur ein sanftes Rauschen.
Drei Mal: "LINKS LLLLIIINKKSSSS LINNKK ***kkkkkkkkjdksjhfkjhdakjdahslkjhklkjk*** ein unglaublich schönes Quietschen später hatte wir einen wunderbaren Kratzer im Chassis. 
Funk abstellen, wieder anstellen. "Fahrer etwas links, da war ein Stein..." Schade Schade.

Der Hit an der Sache war, dass ein Tag später funktionierte der Funk immer noch nicht, aber der Kratzer war fein säuberlich neu gespritzt sogar im richtigen Tarnmuster :D Irgendwie haben die in der Werkstatt die falschen Prioritäten... Aber wir sind hier im Kanton Jura, da ticken die Uhren auch etwas anders...
Apropos, habt ihr gewusst das es keine Kanton Jura gibt sondern nur einen Canton de Republic de Jura. Die haben doch echt einen Schuss ab, hier im Terror-Unspunnenstein-Antimilitär-Kanton :-D

Entschlüssli aus dem Büssli
Am Freitag stand eine Übung auf dem Programm. Anfangs waren wir noch etwas skeptisch, da man ja bei unseren Berufsoffizieren nie so genau weiss, was sich hinter dem Wort Übung verbirgt. Der Tag wurden dann doch zum Glück ziemlich locker. Ein Tag lang mit dem Opel Bus durch das Baselbiet fahren, ab und zu ein SNORDA machen und immer wieder irgendwelchi geschichtliche Details erfahren über die Gegend. 

"ALLES DUMMI SIECHE" 
Ja, das war so etwa der erste Satz der wir zu hören bekamen. Nachdem uns der Klassenlehrer ca 8 Wochen lang eingebleut hatte, dass wir immer den Feldstecher im Gelände dabei haben sollten, war er ziemlich erstaunt, dass mehr als die Hälfte das Ding in der Kaserne liegen gelassen haben. Tja alles dummi Sieche halt, da hat er schon recht. Ich kann ja gut reden, denn ich hatte meinen dabei :-) Hihi

Entschlüssli vom Turm
Das Militär und vor allem die Offiziersschule ist ja dafür bekannt, dass man seine Grenzen überschreitet. Und so stieg ich mit meiner "leichten" Höhenangst auf irgend so einen wackligen, sicherlich total durchgerosteten und alten Turm und verbrachte ca 15 Minuten oben um das Gelände zu betrachten.
Buhhh... Das verlangte schon ziemlich viel. Vor allem als er noch fand wir müssen was Aufschreiben.... Mit welcher Hand sollte ich mich jetzt halten.... :-D Tja zum Glück bin ich bei den Panzertruppen und nocht bei der Luftwaffe (gut das hat ziemlich sicher nicht nur diesen Vorteil)

Achtung Grenze
Am Abend gingen wir nicht direkt zurück in die Kaserne, nein wir verschoben an die Schweiz-Französische Grenze und brätelten dort einige Würste. Natürlich alles auf der Schweizer Seite. Der Übertritt ins Froschfresserland wurde uns leider nicht gewährt. Was ziemlich gemein war, da natürlich alles brennbare Holz auf der Französischen Seite war.
Ja gut, am Schluss wurden die Regel doch noch etwas gelockert und wir stellten uns für ein Foto auf der Franzöischen Seite auf. 
Anschliessend habe ich auch noch ein Landstück eingenommen. Also wenn ihr jetzt beim alten Dreiländereck schauen geht, direkt beim Grenzstein die ersten 2 Quadratmeter gehören jetzt mir. Ich hab sie mit meiner gesamten Militärischen Macht eingenommen und der Gegner hat sich ergeben. Es war ein blutiger Krieg, es mussten sicher 3 Mücken und eine Schnecke beim Kampf um die 2 Quadratmeter sterben. Aber tja, geniesst den Aufenthalt im Tobyland wenn ihr mal dort seit.

Jetzt gehts um die Wurst
Wiedermal durfte ich meine Kochkünste beweisen und wurde zum Grillmeister befördert. Natürlich legte ich mich voll ins Zeug und liess es nicht beim einfachen einschneiden der Würste. Nein ich ritzte diverse wichtige Namen von Übungen und Events der OS ein. So schmeckte die Wurst doch gleich viel besser wenn man wusste. Diese Wurst ist nun gegessen.

Sonntag, 8. Juni 2008

Woche 8 OS: UOS Achtung...

Diese Woche war wohl eine der wichtigsten Wochen der OS. Sie stand im Zeichen der Zusammenarbeit mit der UOS. Unsere zukünftigen Unteroffiziere.
Es wurde uns so ca 3 Mal am Tag gesagt, dass wir da hart durchgreifen sollen, denn wir legten in dieser Woche den Grundstein zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit in der RS.

AVOR
Doch die Woche fing ziemlich locker an mit einem Morgen Arbeitsvorbereitung (AVOR), einige von uns bereiteten noch ihre Programme und Übungen für die nächste Woche vor. Andere genossen einfach noch die Ruhe vor dem Sturm.
Das Wochenprogramm bestand eigentlich hauptsächlich aus Zielhangschiessen. So waren wir vor allem als Übungsleiter eingesetzt.

Zugführerrapport
Und schon war es Montag Nachmittag und wir traten in den Theoriesaal der UOS ein. VOn 17 neuigierigen Augenpaaren durchlöchert, nahmen wir am Rand platz. Als dann der Kalssenlehrer der UOS kam. Meldete ich pflichgemäss die Klasse. Ist schon noch was anderes, wenn man plötzlich wirkliche Untergebene und nicht Kameraden melden muss.

Mein erster Eindruck war ziemlich gut. Sie schienen aufmerksam und auch motiviert.

Nach einer ziemlich trockenen Theorie, hielten wir einen kurzen Zugführerrapport mit den UOs ab. Diese hatten dann auch noch Zeit ihre daraus resultierende Lehrlektion vorzubereiten.




Komm lass uns doch gute Freunde sein...

Man merkte schnell, dass sie das extreme Bedürfnis hatten "gute Kollegen" zu sein. Doch genau hier musste man wohl bremsen. Und so wies ich einige male die UOs darauf hin das sie jetzt die Schnauze halten sollen und einige Romans durften sogar um die Halle rennen, nachdem ich ihnen 3 Mal gesagt hatte sie sollen alle Fächer des Panzers abschliessen.


Einer unser Of-Aspiranten schien das ganze extrem zu gefallen und so liess er ein paar mal den Gröfaz raushängen (Grösster Ficker aller Zeiten). Vor allem im Sport, gab er ihnen einige male zu verstehen, dass hier nicht einfach nur Spass angesagt war.




Du äääähh Sie...

Ja dann kommt da noch das ganze mit dem Sie-zen... Man sagt sich zwischen den verschiedenen Stufen nicht DU. Doch aller anfang ist schwer. Und so rutschte es dem einen oder anderen doch mal raus.


Ein Aspirant schaffte es sogar ca 6 mal den gleichen zu dutzen, nachdem ichs ihm jedesmal gesagt hatte. :-) Aber ja manche Mühlen mahlen langsam.




Gefechtsbereitschaft erstellen = Da stehen und wenig tun

Am Dienstag erstellen wir mit den UOs die Gefechtsbereitschaft der Schüpas. Ich war Postenleiter und verbrachte somit den ganzen Tag in der Halle und schaute zu, wie die 17 UOs um mich rumwusselten, Munitionskisten schleppten oder MG Mun abspitzten.

Die Arbeit war doch ziemlich leger, da die Klassenlehrer so ziemlich alles vorbereitet hatten, was es vorzubereiten gab. Für mich beschränkte sich die Arbeit lediglich auf das doof rumstehen, ab und zu Fragen zu beantworten und KKK (Kommandieren-Kontrolieren-Korrigieren). Die anderen Aspiranten, schickte ich, nachdem sie sich heldenhaft an ca. 5000 MG Schuss die Finger wundgespitzt hatten, an den Kanugi (Kaffee-Nussgipfel) Rapport und anschiessend in die persönliche AVOR ins Zimmer. ;-)

Schiessen, Schiessen, Schiessen
Der Rest der Woche verbrachten wir im Zielhang, mit dem Ziel die Rohre der Schüpas zum glühen zu bringen. Es wurde eine Übung an der nächsten geschossen. Wir Aspiranten verbrachten unsere Zeit auf dem Übungsleiterturm und leiteten das ganze. Die mit der Zeit etwas eintönig Arbeit wurde doch durch einige zukünftige UOfs aufgefrischt, als sie mit der 30mm Kanone neben den Zielhang in den Wald schossen. 
Also natürlich hat dieser Anwärter nicht in den Wald gezielt. Es musste ganz klar und sicherlich am System liegen, dass dieser Schuss sich neben den Zielhang verirrt hatte. Auf die Frage was er denn da gemacht habe antwortete er: "Ich machte nur meine Arbeit." 
Zum Glück war der Klassenlehrer der UOs gut gelaunt und er konnte sogar weiterschiessen. Aber ja wir sind ja schliesslich hier um zu lernen :-)

Zugsübungen: Was für ein Stress
Am Donnerstag, schossen wir die ersten Zugsübungen. Das bedeutet mit 4 Schüpas gleichzeitig und mit einem Aspiranten auf dem ersten Panzer. Natürlich hatte genau ich das Glück der erste zu sein... 
Und so sass ich auf dem Panzer und dirigierte meine Leute. Der erste Versuch ging so ziemlich in die Hose, da mein MG eine Störung hatte.... (Der Verschluss des MGs hatte sich in seine Einzelteile zerlegt, sowas hab ich noch nie gesehen...) und wir erfüllten dementsprechend nicht.
Doch schon beim zweiten Versuch, gings schon um einiges besser und wir stiessen gegen den Zielhang. Ein Ziel nach dem anderen wurde vernichtet und auf unserer Seite hatten wir keine Verluste zu beklagen ;-) Und so verwunderte es nicht, dass wir diese Übung erfüllt hatten.
Der Stressfaktor ist aber schon ziemlich gross, denn als Zugführer hat man eine Doppelrolle, man ist auch Panzerkommandant. Wenn das MG Störungen hat, muss man sich also entscheiden, ob man schnell den Kopf runter halten will um die Störung zu lösen, oder ob man einfach ohne MG weiterfahren will und hoffen, dass keine MG Ziele mehr kommen... 

Urlaub
Vom Freitag gibts meinerseits leider nicht sehr viel zu erzählen, da ich im Urlaub war. Viel ging da aber nicht mehr, ausser dem grossen Panzerputzen danach...